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Beerdigungskosten sparen

Nichts ist umsonst, selbst der Tod kostet das Leben und eine Menge Geld obendrein. Die einzige Branche, die noch niemals Konjunkturprobleme hatte, ist das Bestattungswesen. Sterben muss jeder früher oder später. Leider geht es heutzutage richtig ins Geld. Doch bei Kosten zwischen 5.000 und 10.000 Euro selbst für einfache Beerdigungen lässt auch sich einiges sparen. Hier die besten Tipps:

Am meisten Geld ließe sich sparen, wenn man den Toten im eigenen Garten vergraben könnte, doch das verbietet leider das Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Also muss man an anderen Punkten ansetzen.

Zunächst sollten Sie prüfen, ob Sie überhaupt verpflichtet sind, die Kosten für die Beerdigung zu übernehmen. Auch dies regelt das Bestattungsgesetz. Und zwar sind die nächsten Verwandten dafür verantwortlich. Das sind in erster Linie der überlebende Ehegatte und die Kinder (allerdings nur, wenn sie volljährig sind). Gibt es keinen Ehegatten (mehr) oder keine Kinder, sind die Eltern und die Großeltern in der Pflicht, danach die volljährigen Geschwister und die Enkelkinder.

Die Beerdigungskosten auf den Staat abwälzen? Zunächst regelt der § 1968 des BGB, dass die Erben die Bestattungskosten zu tragen haben. Dieser Pflicht kann man sich durch die sog. Erbausschlagung entziehen, was meist dort geschieht, wo nichts zu erben ist bzw. nur Schulden vorhanden sind. Wenn es keine Erben mehr gibt, bleibt nur das jeweilige Bundesland als Erbe übrig (§ 1936 BGB). Doch der Staat, der nicht erbausschlagsberechtigt ist, versucht aber seinerseits, die Kosten an die nahen Angehörigen abzudrücken, auch wenn sie nicht erbberechtigt sind. Hier wird die Sache nur juristisch kompliziert. Notar Dr. Maximilian Zimmer hat sich in diesem Artikel mit den Problemen auseinandergesetzt, auch mit der Möglichkeit, ob und wie das Sozialamt zur Kostenübernahme verpflichtet ist: http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bestattungsrecht-wenn-keiner-die-beerdigung-bezahlen-will/

Ein Bestattungsunternehmen ist nur ein Geschäft wie jedes andere auch, nur dass es eben eine etwas sensible Dienstleistung anbietet. Lassen Sie sich jedoch weder von Ihrer Trauer noch von dem salbungsvollen Gehabe und Gerede beeindrucken.

Lassen Sie sich auch nicht moralisch unter Druck setzen, dass Sie für den/die Verstorbene/n „eine standesgemäße Beerdigung“ ausrichten müssen. Das kann teuer werden!

Lassen Sie sich ebenso nicht davon abhalten, wie bei jedem anderen Service Angebote und Produkte zu vergleichen.

Fragen Sie gezielt nach der günstigsten Bestattungsmöglichkeit.

Lassen Sie sich alle Kostenpunkte einzeln aufschlüsseln. Meiden Sie Unternehmen, die für das Abspielen von Trauermusik oder gar das Anzünden von Kerzen 50 bis 100 Euro in Rechnung stellen (alles schon vorgekommen!).

Und dann sollten Sie Kostenvoranschläge von anderen Bestattern einholen. Sie werden staunen, wie die Preise variieren können, vor allem wenn dem Unternehmer bewusst wird, dass Sie Angebote vergleichen.

Für Ihre Preisverhandlungen ist diese Information wichtig. Um den Kauf eines Sarges kommt man nicht herum (auch nicht bei einer Feuerbestattung); das Gesetz schreibt es vor. Die Särge werden aber heutzutage kaum noch in Deutschland produziert, sondern billig aus Osteuropa eingekauft. Dennoch werden Preise verlangt, als wenn er hier hergestellt worden wären. Will heißen: Für 100 Euro importiert, für 1000 Euro weiterverkauft. Hier besteht also in 90% der Fälle Spielraum.

Manche Beerdigungsunternehmen verdienen sich heimlich noch etwas dazu, indem sie Wertgegenstände, Eheringe, Goldzähne, Schmuck nicht den Angehörigen aushändigen. Achten Sie darauf, was der/die Verstorbene bei sich hatte.

Es gibt aber auch Positives zu berichten: Seit 2004 das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen abgeschafft wurde, können immer mehr Hinterbliebene die Beerdigungskosten nicht mehr aufbringen. Gute Bestattungsunternehmer helfen beim Antrag an das Sozialamt!

© Copyright: Roland Benn
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