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Für alle, die nicht glauben, dass ein Leben ohne Bargeld möglich ist


Wer in Schweden mit Münzen und Scheinen bezahlt, ist ein Außenseiter. Sogar die Kirche sammelt die Kollekte lieber bargeldlos ein. Sieht so unsere Zukunft aus?

Für alle, die einfach nicht daran glauben wollen, dass ein Leben ohne Bargeld möglich ist, sollte beispielsweise der Dom zum Pflichtprogramm gehören.

Eine Minute der Besinnung unter dem imposanten Backsteingewölbe, dann ein Gang zu dem am Ausgang aufgestellten Gerät. Es sieht wie ein notdürftig mit Holz verkleideter Geldautomat aus.

Aber das wäre nicht nur geschmacklos, sondern in Schweden auch ein Anachronismus. Schließlich ist Bargeld in keinem anderen Land der Welt so aus der Mode gekommen wie hier.

Wer wollte da in einer Kirche Geld abheben? Umgekehrt wird ein Schuh draus: Es ist, für alle Wohltäter ohne Münzen und Scheine in der Brieftasche, ein sogenannter Kollektomat – zur Spendenabgabe mit der Kreditkarte.

Acht Jahre ist es schon her, dass das Gerät in Uppsala aufgestellt wurde, ein kleines Familienunternehmen hatte das Modell entwickelt, es wurde zu einem durchschlagenden Erfolg.

Inzwischen stehen Kollektomaten überall im Land in Hunderten von Kirchen aller Konfessionen, die Gemeinden berichten von deutlich gestiegenen Einnahmen. In den Klingelbeutel legt kaum jemand mehr als einen Zwanzig-Kronen-Schein, heißt es, das sind umgerechnet nicht viel mehr als zwei Euro.

Am Automaten dagegen, der über ein Multiple-Choice-Menü sogar eine Zweckbindung der Spende etwa für die Aidshilfe, die neue Orgel oder den nächsten Kirchenkaffee erlaubt, liegt der Betrag selten unter dem Fünffachen.
Quelle: FAZ.net gelesen in Geldbrief 04/2016

(Womit wieder einmal meine These bestätigt ist, dass man mit Karte mehr Geld ausgibt als in bar...)

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