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Kein Ende im NSA-Abhör-Skandal

Die ganze Welt empört sich über den weltweiten Abhörskandal der US-Geheimdienste, doch: „Die USA denken nicht dran, ihre globale Überwachung der Kommunikation aufzugeben oder zu reduzieren. Im Gegenteil, es wird weiter mit Tausenden von Spezialisten an neuen Programmen gearbeitet.

Derzeit hat die Entschlüsselung größte Priorität. Schon jetzt schwärmen deren Fachleute davon: „Wir können schon in Kürze jedes Programm direkt entschlüsseln. Wir definieren die Schlüssel, danach ist es für unsere Maschinen (!) ein Leichtes, alles in brauchbare Texte umzusetzen!“

Interessant ist, wie die NSA (National Security Agency) als Übervater aller 16 Geheimdienste verdeckt vorgeht, um ihre klandestine Tätigkeiten noch besser zu verschleiern... Sie hat klar alle ihre Leute angewiesen, der Verschleierung der Tätigkeit höchste Priorität einzuräumen. Ausgerechnet über die Drogenbehörde, die US Drug Enforcement Administration (DEA) als federführende Institution, wird das Programm durchgezogen. Dafür will die DEA eine neue, streng geheime Untersektion einsetzen mit dem einzigen Ziel der Verschleierung und der Misinformation. Die Division heißt SOD, Special Operations Division der DEA. Sie wurde zwar schon 1994 geschaffen als „Kampfgruppe zur Bekämpfung der Drogenkartelle in Südamerika“. Jetzt ist sie, aufgestockt auf inzwischen 700 Mann, einzig eingesetzt, um die Verschleierung noch professioneller zu gestalten. Zwei Dutzend Partnerdienste, darunter FBI, CIA, NSA, Steuerbehörde (Internal Revenue Service) und die Homeland Security, zusammen mit einigen verdeckten zivil getarnten Partnern, sind eingebunden. Die Oberaufsicht der DEA lag bisher beim Justizdepartement...

Der Whistleblower Snowden hat diese Operation nur am Rande mit seinen Veröffentlichungen gestreift. Offensichtlich konnte er nicht weiter eindringen. Aber Hinweise aus Geheimdienstkreisen zeigen, dass in der neuen „Verschleierungs-Abteilung“ Nägel mit Köpfen gemacht werden. Es werden mit Akribie falsche Spuren gelegt, bisherige Verzahnungen werden alle in Sackgassen geleitet, die Abschöpfung wird immer mehr direkt an die Quellen gelegt. „Es wird immer mehr angestrebt, dass Hunderte von Millionen (!) Computer direkt angezapft werden. Das hinterlässt am wenigsten Spuren und ist sofort verwert- und verwendbar.“

Uns wird auch bestätigt, dass das Ziel klar ist: „Haben wir etwas Verdächtiges entdeckt oder Zielpersonen (Gruppen, Firmen) im Visier, können wir deren gesamten Kommunikationsweg in Echtzeit direkt verfolgen. Oder auf einen Klick hin vollständig dargestellt bekommen.“...

Die Resultate werden in einer „Bibliothek“ zusammengefasst. Sie trägt den sinnigen Namen „DICE“. Damit werden Spielwürfel im Kasino bezeichnet. Interessant ist, dass – je nach Stufe der Berechtigung – über 10.000 (!) „Federal, state and local law enforcement agents“ (nationale, staatliche und regionale Gesetzesvertreter und -Hüter) die Datenbank abfragen können. Der gläserne Bürger im Inland und der jederzeitige Zugang zu globalen Angaben. Uns wird auch aus Geheimdienstkreisen versichert, dass das Endziel klar definiert ist: „Wir wollen in wenigen Jahren in der Lage sein, über jeden Erdenbürger (!) von Interesse ein komplettes Dossier zu haben und ihn jederzeit auf Schritt und Tritt verfolgen können. Wir wollen am Schluss mehr über ihn wissen, als er selber weiß.“ Nur noch ein kurzer Weg bis zum perfekten „Big Brother“..!"

© Copyright: Vertraulicher Schweizer Brief / Roland Benn, BIG BENN BOOKS



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