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Anlagebetrug? Hilfe in Sicht!


Zur Einführung in das immer hochaktuelle Thema soll ein Fall vorgestellt werden, der sich tatsächlich vor kurzer Zeit ereignet hat.

Ein guter Kunde einer Filiale einer größeren deutschen Bank wollte 40.000 Euro zum Zweck des Vermögensaufbaus anlegen. Der zuständige Vermögensberater der Filiale empfahl ein Aktieninvestment, was nicht verwerflich ist. Leider wählte er für den ganzen Betrag zu spekulative Werte aus und der Wert des Depots war innerhalb von 2 Jahren auf 10.000 Euro gesunken. Unglaublich, aber wahr! (Besser wäre gewesen, er hätte in Eigenregie das TOP-TEN-Musterdepot kopiert, das seit 1991 durchschnittlich rund 11% Rendite pro Jahr erwirtschaftet…)

Aber zurück zum Fall: Trotz umfangreicher Bemühungen des Kunden und seiner Anwälte konnte die Bank nicht zu einem vernünftigen Schadensersatz veranlasst werden. Das Risiko eines Rechtsstreits mit ungewissem Ausgang wollte der Kunde nicht eingehen, da die "Beweise" gegen die Bank sehr wahrscheinlich nicht zum sicheren Erfolg der Bemühungen geführt hätten. Resultat: Dem Bankberater vertraut - 30 000 Euro Verlust für das Depot.

Dies ist freilich ein Einzelfall, denn allgemein gehen die Vermögensberater der Banken vorsichtiger mit Kundengeldern um. Trotzdem ist man vor mangelhaften Tipps bezüglich aktueller Anlageentscheidungen nicht sicher.

Ein weiteres Beispiel:
Bei einem Vermögensverwalter wurden von einer Interessengemeinschaft 100.000 Euro mit der ausdrücklichen Bedingung angelegt, das Geld sicher, d.h. werterhaltend zu verwahren. Der Verwalter kaufte für den Betrag aber Anleihen eines Schuldners mit einem schlechten Rating von Moody's (Moody's Investor Service ist eine international anerkannte Organisation, die nahezu alle Emissionen von Emittenten untersucht. Die Emittenten werden auf ihre Kreditwürdigkeit geprüft und entsprechend bewertet. Die höchste Bewertung lautet AAA, d.h. das Papier ist praktisch so sicher wie eine Staatsanleihe der führenden Industrienationen.)

Die Zinsen für das erworbene Papier waren natürlich hoch, denn für das Risiko muss der Emittent höhere Zinsen bieten, sonst kauft niemand eine solche Anleihe. Als die Interessengemeinschaft ihr Geld wieder in Empfang nehmen wollte, war der Betrag leider durch einen Kursabfall einiger erworbener Papiere und einen Totalausfall eines Schuldners auf 80.000 Euro geschrumpft. Natürlich hätte der Vermögensverwalter das Geld entsprechend den genannten Bedingungen nur auf Festgeldbasis anlegen dürfen, denn auch Anleihen mit einem sehr guten Rating (AAA) können durch ungewisse Kursbewegungen den Wert einer Anlage positiv oder negativ beeinflussen. Solche Papiere sind zwar sicher, aber wenn man absolut kein kleines Verlustrisiko in Kauf nehmen möchte, bleibt eben nur das Festgeld als Alternative. Auch in diesem Fall verliefen die Bemühungen zur Rückerstattung des verlorenen Betrages im Sande.

Ich möchte in diesem Zusammenhang betonen, dass es sich hier um unglückliche, bedauernswerte Fälle handelt. Wie in jedem Gewerbe gibt es auch bei den Finanzberatern schwarze Schafe, was die Öffentlichkeit aber nicht dazu verleiten sollte, sämtliche Vermögensberater zu verteufeln.

Als geschädigter Anleger hat man in der Regel leider geringe Chancen auf eine Rückführung des verlorenen Kapitals, weil der Nachweis des nicht vertragsgemäßen Verhaltens des Portfoliomanagers ohne Hilfe oft sehr schwierig zu führen ist. Diese Chancen können jedoch erheblich verbessert werden, wenn professionelle Hilfe in Anspruch genommen wird.

Seit einiger Zeit gibt es im angrenzenden Ausland ein Unternehmen, das sich auf die Rückführung derartiger Gelder, versteckte Veruntreuungen und Anlagebetrug spezialisiert hat. Wer könnte die verwendeten Tricks letztendlich besser ausfindig machen, als langjährig tätige Portfoliomanager, die ihren Kollegen auf die Finger schauen? Dabei gehen die Spezialisten äußerst fair mit den Kunden um. Zuerst müssen alle verfügbaren Papiere (Verwaltungsverträge, Kontoauszüge über Transaktionen etc.) vorliegen. Nun werden die Erfolgschancen eines Eingreifens des Unternehmens taxiert. Wenn die Chancen auf einen außergerichtlichen Vergleich positiv bewertet werden, erhält der Kunde eine Mitteilung und kann sich entscheiden, ob er weitere Schritte gehen möchte.

Bis dahin ist der Service bis auf eventuell entstehende Reisespesen (vorher abgesprochen) völlig kostenlos! Mit Einverständnis des Kunden gehen nun die Ermittlungen weiter. Die Transaktionen des Portfoliomanagers werden näher analysiert und die Gründe für die eingetretenen Verluste beleuchtet. Hierbei werden sämtliche realen Kursverläufe der erworbenen Papiere mit den Kauf- bzw. Verkaufskursen der erhaltenen Kontoauszüge verglichen, was üblicherweise die recht häufig unzutreffenden Manipulationen aufdeckt.

Die Verantwortung des Portfoliomanagers für die Verluste wird in Verbindung mit dem bestehenden Verwaltungsvertrag und gesetzlichen Vorgaben festgestellt. Die Ergebnisse der Untersuchung bekommt der Wirtschaftsjurist des Unternehmens, um seine Überlegungen zum anstehenden Fall beizufügen. Die eben beschriebene Analyse kostet den Kunden mindestens 3.000 Euro.

Sollte die Analyse beweisen, dass sich der Portfoliomanager nicht an die Bestimmungen des Vermögensverwaltungs-Vertrages gehalten hat, was häufig vorkommt, werden mit Hilfe eines Anwalts außergerichtliche Maßnahmen zur Rückführung der Schadenssumme eingeleitet. Sehr oft erkennt die gegnerische Seite, mit wem sie es zu tun hat und erklärt sich mit einem Vergleich einverstanden. In den seltensten Fällen kommt es tatsächlich zum Prozess.

Allerdings gibt man auch im Kreis der Spezialisten zu, dass die Chancen auf Rückführung des Kapitals aus astreinen Betrugsfällen in Verbindung mit exotischen Off-Shore-Konstruktionen sehr gering sind. Aussichtslose Fälle werden nicht verfolgt, um den Kunden keine falschen Hoffnungen zu machen. Zusätzlich zu der ersten Gebühr ist das Unternehmen mit einer Erfolgsprovision in Höhe von 20% an den zurückerhaltenen Geldern beteiligt.

Die Inanspruchnahme des beschriebenen Service lohnt sich natürlich erst ab einer größeren Schadenssumme. Wenn man bisherige reale Fälle betrachtet, betrugen die Kosten einer Analyse (ohne Beteiligung) durchschnittlich 5.000 Euro. Niemand arbeitet schließlich umsonst. Kontakt:
Inveadco S.A., Mr. Marco Pedrazzini
100 Rue du Rhône
Case Postale 647
CH-1211 Geneve 3

Neuerdings gibt es auch eine Deutsche Anlaufstelle, die einen fast ähnlichen Service anbietet:
AGV Wirtschaftsreport GmbH
Gutachterstelle für Kapitalanlagen
Postfach 20 13 60
46555 Voerde

Rechtsschutzversicherungen müssen übrigens die Anwalts-, Gerichts- und sonstigen Kosten eines Verfahrens wegen unerlaubter Handlung tragen (BGH-Urteil Az IVa ZR 78/83).

Bei Verlusten aus Wertpapiergeschäften kann man sich auch – wenn gravierende Fehler des Beraters beweisbar sind – an nachfolgende Einrichtung wenden und gegebenenfalls eine Entschädigung erhalten:
Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen
Postfach 04 03 47
10062 Berlin
Tel. 030 / 20 36 99-0
Internet: www.e-d-w.de

Noch eine Anlaufstelle, die erste Hilfe leistet:
BSZ® Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V.
Groß-Zimmerner-Str. 36a
64807 Dieburg
Telefon: 06071-9816810
Internet: www.fachanwalt-hotline.eu

Der BSZ® e.V. sorgt mit der Veröffentlichung und Verbreitung aktueller Anlegerschutz Nachrichten seit 1998 für aktiven Anlegerschutz. Der BSZ e.V. sammelt und veröffentlicht entsprechende Informationen, die über das Internet jedermann kostenlos zur Verfügung stehen. Rechtsberatung wird vom BSZ e.V. nicht durchgeführt. Fördermitglieder des BSZ e.V. können eine erste rechtliche Einschätzung kostenlos durch BSZ e.V. Vertragsanwälte vornehmen lassen.

P.S.

Das neue Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) soll die Beratungsqualität für den privaten Anleger erhöhen, ihn besser als bisher schützen und Fehlverhalten, Fehlleistungen und Betrug der Berater und/oder Institutionen leichter nachweisen. Endlich wurden die von seriösen Beratern und Verbraucherschutzverbänden geforderten konkreten Verhaltensregeln bei der Anlageberatung festgelegt:
Ein Institut bzw. ein Berater muss beispielsweise stets Interessenkonflikte vermeiden und das Kundeninteresse voranstellen. Es muss offenbart werden, wenn das Institut (oder der Berater) keine ausreichenden Kenntnisse zu einem bestimmten Papier hat. Auch muss nun zwingend alles, was die Anlageentscheidung beeinflusst, offenbart werden, wie zum Beispiel: Verlustrisiken, Laufzeiten, Auszahlungsfristen, Aufschläge, Gebühren, Provisionen usw.

Grauer Kapitalmarkt
Die Tatsache ist so traurig wie die Summe gewaltig ist: Nicht weniger als 30 Milliarden Euro verlieren Anleger jedes Jahr durch dubiose Kapitalanlagen. Die STIFTUNG WARENTEST hat eine Warnliste zusammengestellt, die alle Anlageangebote, Initiatoren, Anbieter, Vermittler benennt, die in den letzten zwei Jahren negativ aufgefallen sind. Die Liste wird jeden Monat aktualisiert. Leider ist die z.Zt. 13-seitige Information kostenpflichtig (2,50 Euro):
http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/infodok/Geldanlageangebote-Warnliste-1131965-2131965/

© Copyright: B. Wood / Roland Benn, BIG BENN BOOKS




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