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Die Striptease-Regeln auf St. Pauli 1963-1969

Striptease au St. Pauli zwischen1963 und 1969: mal so, mal so...

1962: Nicht erlaubt war es noch 1962 in Hamburg für Stripperinnen auf St. Pauli und St. Georg den letzten Slip fallen zu lassen.

1963 war es erlaubt, aber nur, wenn die Stipperin zu Standbild erstarrte.

1964 durften sie sich bereits auf Podesten drehen.

1965 wurde auch dann nicht mehr eingeschritten, wenn sie sich bewegten.

Seit 1966 ist das Mitbringen von Requisiten auf der Bühne erlaubt.

Seit 1967 das Masturbieren von Frauen geduldet.

1969 kam der erste Hund auf die Bühne. (Dabei kam es für Oberamtsrat Kurt Falck, den "Säuberer von St. Pauli", darauf an, dass die Mädchen mit dem Tier wirklich nur spielten)
1969 aber wurden "lesbische Liebe", "oral-genitale Kontakte unter verschiedengeschlechtlichen Paaren" und ein "Bühnenkoitus in sechs verschiedenen Positionen" noch mit Geldstrafen belegt.

Im Bremer Nachtkabarett „Red Horse“ reagierte im selben Jahr Johann Ehlers, Abteilungsleiter in der Verwaltungspolizei, zudem mit einer Verfügung, weil es zu Berührungen zwischen Tänzerinnen und Publikum gekommen war.
Der Beamte, sonst „durchaus nicht prüde“ (O-Ton) ließ die Damen unter Verweis auf die Variete- und Tanzrichtlinien, „belehren, dass beim Schönheitstanz oder beim Striptease jede Berührung mit dem Publikum zu unterbleiben hat.“
Denn „gerade in der Berührung von nahezu unbekleideten Artistinnen mit männlichen Besuchern … liegt das von der Verkehrsanschauung her missbilligte qualifizierte Moment, durch welches eine absolute Grenze zum sittlichen Erlaubten gezogen wird.“ (Spiegel: 32/1970 und 44/1969)
Quelle: Zensur-Archiv

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