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Neuer Pass durch Kauf

Weltweit gibt es nur wenige Länder, wo man sich eine Staatsbürgerschaft, also einen neuen Pass, legal kaufen kann. Auf Englisch klingt das viel vornehmer und nennt sich "Citizenship by Investment". In der Tat trifft es den Nagel auf den Kopf, denn einen Pass an sich kann man legal nicht kaufen, es geht immer über den Umweg einer Investition im betreffenden Land. Aber eines dieser Länder davon liegt übrigens direkt vor unserer Haustür:

DOMINICA
Dominica ist eine seit 1978 selbstständige Inselrepublik der Kleinen Antillen in der östlichen Karibik mit herrlicher Natur. Die Insel hat rund 73.000 Einwohner und ist zu unterscheiden von der Dominikanischen Republik.

Seit 1993 gibt es hier ein legales Pass-Programm, das sogar in der Verfassung verankert ist. Über 5.000 Menschen haben seitdem von diesem „Citizenship by Economic Contribution“ genannten Programm Gebrauch gemacht.

Der Dominica-Pass kann neben der eigentlichen ersten Staatsbürgerschaft geführt werden.

Die Vorteile, Staatsbürger von Dominica zu sein, sind interessant:

  • Keine jahrelange Wartezeit wie bei normalen Einbürgerungsprogrammen, Passausstellung innerhalb weniger Monate. Keine Anreise dazu erforderlich, zumal seit Februar 2015 auch das frühere Interview gestrichen wurde, was die Bearbeitungszeit weiter verkürzt.
  • Visum-freie Einreise in 124 Länder (darunter die meisten EU-Staaten)
  • Keine Einkommenssteuer auf außerhalb Dominicas erzieltes Einkommen
  • Keine Quellensteuer
  • Keine Erbschaftssteuer
  • Keine Schenkungssteuer
  • Politische und wirtschaftliche Stabilität
  • Die Amtssprache auf Dominica ist Englisch
  • Die Staatsbürgerschaft gilt lebenslänglich, eine Passverlängerung nach 10 Jahren ist problemlos.

Der Preis beträgt 150.000 USD plus ca. 15.000 USD Gebühr für den Background-Check. Für den Pass jedes Familienmitglieds fallen weitere 50.000 USD an. Im günstigsten Fall kann die Staatsbürgerschaft innerhalb von 8 Wochen erteilt werden. Der Dominica-Pass berechtigt zu visafreier Einreise in 133 Staaten, darunter alle EU-Länder. Als Bürger eines Commonwealth-Mitglieds soll man in Großbritannien einige Rechte haben.

DOMINIKANISCHE REPUBLIK
Einen DomRep-Pass soll es schon für läppische 35.000 USD geben. Wenn die Verhandlungen mit der EU über einen
visafreien Zutritt zu allen EU-Staaten erfolgreich sind, köönte der Preis deutschlich steigen, möglicherweise auf 150.000 USD.

SAINT KITTS & NEVIS
Saint Kitts and Nevis ist ein föderaler Inselstaat, der ebenfalls zu den Kleinen Antillen gehört. Die Inseln sind seit 1983 von Großbritannien unabhängig und haben 60.000 Einwohner. Saint Kitts & Nevis ist stolz darauf, das älteste "Citizenship by Investment Programme" der Karibik zu haben, das kurz nach der Unabhängigkeit startete.

Die Vorteile, Staatsbürger von St. Kitts & Nevis zu sein, sind ebenfalls interessant:

  • Keine jahrelange Wartezeit wie bei normalen Einbürgerungsprogrammen, Passausstellung innerhalb von 60 Tagen durch den Accelerated Application Process (AAP), sofern die erforderlichen Dokumente vollständig vorliegen.
  • Visum-freie Einreise in sogar 133 Länder (darunter alle EU-Schengen-Staaten sowie Schweiz, Großbritannien, Irland).
  • Kein Mindestaufenthalt im Land erforderlich.
  • Steuerfreiheit.

Eine Besonderheit ist, dass zur Erlangung des Passes ein Besuch im Land nicht unbedingt erforderlich ist. Agenturen, die St. Kitts & Nevis Pässe vermitteln können, können Treffen in Zürich, London oder Dubai arrangieren.

Die Staatsbürgerschaft gilt lebenslänglich, der Pass kann nach Ablauf von 10 Jahren jeweils problemlos verlängert werden.

Die Staatsbürgerschaft über das „Citizenship by Investment Progamme“ kann gegen folgende Investitionen erlangt werden: Entweder eine Zahlung von  250.000 USD in die Sugar Industry Diversification Foundation oder 400.000 USD für einen Immobilienkauf. Zeitweise gibt es auch ein "Sonderangebot"; dann ist  nur eine Spende von 150.000 USD in den "Hurricane Relief Fund" notwendig.
Pässe für Familienmitglieder erhöhen die jeweiligen Summen. Die Investition ist nicht rückzahlbar. Antragsgebühren werden extra berechnet.
Achtung: Teilweise sind gefälschte Pässe im Umlauf!

SANTA LUCIA
Noch ein Karibik-Inselstaat. Er bietet seinen Pass seit kurzem auch an - für nur 100.000 Euro. Damit kann man in 125 Staaten visafrei einreisen, auch in alle EU-Länder.

ANTIGUA UND BARBUDA
Noch einmal Karibik, noch einmal eine ehemalige britische Kolonie und ein Commonwealth-Mitglied. Das Economic Citizenship Program ist ähnlich wie das von Dominica, nur teurer: Einzelpersonen müssen einen Betrag von 200.000 USD aufbringen, Paare 300.000 USD; zusätzlich muss man mit ca. 100.000 Gebühren und Verwaltungskosten rechnen.

Dieser 2-Insel-Staat ist seit 1981 unabhängig und hat knapp englischsprachige 100.000 Einwohner auf 442 Quadratkilomer Landfläche. Für die Reisefreiheit ist dieser Pass aber annähernd gut geeignet wie der deutsche: visafreie Einreise in 132 Länder (Deutschland: 158).

ÖSTERREICH
Überraschenderweise gehört auch Österreich zu den wenigen Ländern dieser Erde, wo man gegen eine Investition im Lande die Prozedur zur Erlangung der Staatsbürgerschaft abkürzen kann. Einen Austria-Pass kann man demnach sogar bekommen, wenn man kein Deutsch spricht.

Österreich bürgert jährlich zwischen 5.000 und 10.000 Ausländer auf dem normalen Weg mit den üblichen langen Fristen ein (je nach Konstellation betragen sie zwischen 6 und 30 Jahren).

Doch 30 bis 50 Personen bekommen jedes Jahr die österreichische Staatsbürgerschaft vom Innenministerium im Schnellverfahren. Dann nämlich, wenn es im Staatsinteresse liegt. Und im Staatsinteresse liegt es, wenn Personen mit besonderen Leistungen Österreicher werden wollen. Das können Künstler oder Sportler sein, aber auch Wissenschaftler oder Unternehmer.

Wohl weil ein österreichischer Pass weltweit hoch angesehen ist und es sich damit sehr leicht visafrei reisen lässt, beträgt die erforderliche Summe, die zu einem positiven Ministerratsbeschluss führt, stolze 10 Millionen Euro an Investitionen oder 2 bis 4 Millionen in eine österreichische Stiftung

MALTA
Auf dieser Mittelmeerinsel, dem kleinsten Staat der EU, kann man Pässe seit 2014 kaufen. Das Passkauf-Programm nennt sich "Individual Investor Programme". Hier muss man an die Regierung €650.000 zahlen, die in eine Stiftung investiert werden und entweder eine Immobilie für mindestens €350.000 kaufen oder eine fünf Jahre lang für mindestens €16.000/Jahr mieten.
Der Einbürgerungsprozess dauert ca. 18 Monate.

NORD-MAZEDONIEN
Die frühere Teilrepublik Jugoslawiens ist seit 1991 unabhängig. Seit kurzem gibt es hier Pass und Staatsbürgerschaft zu kaufen, was visafreies Reisen in 192 Länder erlaubt, darunter alle Länder des Schengen-Raums. So die Info von Global Citizenship Investment , ein privater Dienstleister für Einwanderung, Staatsangehörigkeit und Zweitpass. Die Staatsbürgerschaft bekommt man für 400.000 €, womit sieben Arbeitsplätze für Einheimische geschaffen werden. Ein Jahr später kann der Antrag auf Einbürgerung gestellt werden, der in drei Monaten bearbeitet werde. Die Staasbürgerschaft gilt lebenslang. Künftige Pläne sehen angeblich vor, dass es auch mit einer Beteiligung an einem Joint Venture in Höhe von 250.000 € und einer Wartezeit von 3-6 Monaten getan ist, und ab 2021 mit einer Spende von 120.000 € für ein Sozialprojekt oder einer 200.000-€-Beteiligung an einem privaten Investment Fund. Zu diesen Kosten kommen diverse Honorare, Gebühren und sonstige Kosten von 80.000 bis 100.000 €, die bei Ablehnung offenbar verloren sind. Nordmazedonien ist seit 1993 in der UNO und seit 2018 NATO-Mitglied. Seit 2005 gilt das Land als offizieller EU-Beitrittskandidat.
Ein recht kurioser Paragraph im mazedonischen Gesetzbuch besagt, dass die Staatsbürgerschaft auch allen Ausländern zusteht, die nachweisen, mindesxtens 8 Jahre illegal in Mazedonien gelebt zu haben – vorausgesetzt, sie können für ihren Lebensunterhalt sorgen, sind nie ernsthaft mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und sprechen die Landessprache. (Quelle)

UNGARN
Weitaus günstiger ist es, im Nachbarland Ungarn zu einem EU-Pass zu kommen. 300.000 Euro soll er offiziell nur kosten. Die EU-Kommission ist das schäumt vor Wut, doch Regierungs-Chef Viktor Orban macht bislang keine Anstalten, das Einbürgerungs-Programm zu ändern. Für 50.000 Euro sollen auch Nicht-EU-Bürger zuminderst einen Wohnsitz im Land bekommen können.

RUSSLAND
Im Januar 2013 bekam Gérard Depardieu von Präsident Putin die russische Staatsbürgerschaft per Erlass geschenkt. Alle anderen müssen dafür angeblich 70.000 USD zahlen. Das ist vergleichsweise wenig, zumal noch ein weiterer Vorteil hinzukommt: eine Steuer-Flatrate von 13%. Das kam Depardieu auch sehr gelegen, denn zuvor protestierte er öffentlich gegen die geplante Reichensteuer von 75% und verlegte seinen Wohnsitz von Frankreich nach Belgien.

Vladimir Putin muss ein Freund von ausländischen Schauspielern sein. Denn auch der Amerikaner Steven Seagal bekam per Präsidenten-Erlass im Jahr 2016 die russische Staatsbürgerschaft verliehen. Zuvor erhielt er im gleichen Jahr auch die serbische und hat somit drei Pässe. Seagal lebt derzeit sogar in Russland.

Offiziell gibt es in Russland zwar kein Citizenship for Investment Programm, aber mit einer 10-Millionen-Investition im Osten des Riesenreiches, die mindestens 3 Jahre lang gehalten werden muss, geht es dann doch.
Die zweite Möglichkeit ist, dass man in Russland mindestens 3 Jahre lang wirtschaftlich tätig ist und das Unternehmen mindestens 10 Mio. Rubel (ca. 160.000 USD) umsetzt. Oder man hält mindestens 10% an einem russischen Unternehmen, das einen Wert von 100 Mio. Rubel oder mehr hat. Wer 3 Jahre lang in Russland in einem der erwünschten Berufe arbeitet, hat auch eine Chance. Näheres HIER.

Ein russischer Zweitpass kann für Vielreisende interessant sein, denn man hat Visafreiheit bei 116 Staaten (zum Vergleich Deutschland: 158 Staaten), worunter die meisten Staaten gehören, die einmal Teil der ehemaligen Sowjetunion waren (z.B. Kasachstan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan usw.).

ZYPERN
Die Regierung Zyperns hat offenbar heimlich durch den Verkauf von Pässen hauptsächlich an reiche Russen und Ukrainer über vier Milliarden Euro eingenommen. Seit 2013, also nach Ausbruch der Bankenkrise auf der Insel, als der Bankensektor mit 7 Milliarden Euro gerettet werden musste, soll die Möglichkeit auf sog. "Golden Visa" bestehen, wie die britische Zeitung "The Guardian" aus geleakten Unterlagen erfuhr.
Da es sich um EU-Pässe handelt, sollen teilweise auch unter Korruptionsverdacht stehende Personen freien Zugang zu allen übrigen EU-Mitgliedsländern bekommen haben. Der zyprische Regierungssprecher wollte diese Meldung nicht
kommentieren, betonte aber, dass verurteilte Bewerber grundsätzlich ausgeschlossen sind.
Die zyprische Staatsbürgerschaft kann erhalten, wer mindestens zwei Millionen Euro für die Gründung eines Unternehmens eingezahlt hat. Dieses muss mindestens fünf EU-Bürger beschäftigen und vor dem Antrag fünf Jahre lang existiert haben. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Antragsteller eine Immobilie für mindestens 500.000 Euro gekauft hat. In Zypern sind laut Guardian allein im vergangenen Jahr 400 dieser Pässe vergeben worden, berichtet DWN. Der Einbürgerungsprozess dauert ca. 9 Monate.

Ähnliche Investoren EU-Pässe gibt es auch in Portugal, Irland, Griechenland, Ungarn, Malta und Bulgarien.
Interessant…
Cyprus Papers: Das EU-Land Zypern verkaufte laufend seine Pässe für jeweils 2 Mio €. an reiche Nicht-EU-Bürger. Zwischen 2017 und 2019 soll dies mehr als 2.500 Mal vorgekommen sein. 40% davon waren Russen; teilweise waren es Angestellte bei von der EU sanktionierten Staatsunternehmen. Auch mehr als 30 mutmaßliche bzw. verurteilte Verbrecher sollen so Eintritt in die EU bekommen haben.

KAMBODSCHA
Dieser Pass kostet 250.000 USD; damit verbunden ist das Recht, sich einen kambodschanischen Namen auszusuchen. Reisen kann man damit in xxx Länder.

KOMOREN
Die Komoren sind eine Inselrepublik im Indischen Ozean zwischen Mosambik und Madagaskar. Sie besteht aus drei Haupt- und mehreren kleinen Inseln. Die Einwohnerzahl beträgt knapp 800.000, die zu 99% dem Islam angehören. Vielleicht weil die Komoren zu den ärmsten Ländern der Welt gehören, ist der Komoren-Pass auch sehr günstig und kostet derzeit nur 40.000 USD. Allerdings berechtigt er nur in 57 Ländern zur visa-freien Einreise, welche auch noch eher unattraktiv sind.

Zwar gibt es auf den Inseln viele Traumstrände und tolle Tauchreviere, aber der Lebensstandard ist doch sehr bescheiden. Ein Vorteil hat jedoch der Komoren-Pass: Ihn können auch Staatenlose beantragen. Menschen, die keine Staatsbürgerschaft haben, haben viele rechtliche Nachteile und vor allem können Sie keine neue Staatsbürgerschaft beantragen, weil als Voraussetzung ja die Dokumente der bisherigen Staatsbürgerschaft fehlen; die Komoren sehen das als einziger Staat der Welt nicht so eng.

PERU
Eine echte Alternative ist das peruanische Zweitpass-Programm, das mein Kollege, der Weltenbummler Christoph Heuermann, exklusiv für Europa anbietet.

Wie oben gesehen muss man für einen attraktiven Zweitpass, der eine gute Reputation und große Reisefreiheit besitzt, 6-stellige Beträge bezahlen. Dagegen winkt für unglaubliche 30.000 USD die peruanische Staatsbürgerschaft nach einer Wartezeit von 2 Jahren ohne Anwesenheits- oder Steuerpflicht in Peru! Bereits nach 3 Monaten bekommt man einen peruanischen Personalausweis, der schon mal zum visafreien Reisen im gesamten Südamerika (Mercosur) berechtigt.

Peru ist ein Land mit großer Vergangenheit und wahrscheinlich auch Zukunft. Ein sich stark entwickelndes Schwellenland, das auch seinem Pass einen gesteigerten Nutzen gibt. Mittlerweile gibt es bereits 136 visa-freie Länder für Peruaner, darunter die EU, Russland und die meisten touristisch interessanten Ziele in Asien, Afrika und Amerika.

Zudem ermöglicht bereits ein peruanischer Ausweis das freie Reisen in Südamerika und die deutlich einfachere Wohnsitznahme in anderen südamerikanischen Ländern. Eine peruanische Staatsbürgerschaft kann somit auch der ideale Türöffner sein.

Peru bürgert Residenten nach einem Aufenthalt von
2 Jahren ein. Christoph Heuermann hat jedoch im Zusammenarbeit mit Einwanderungsanwälten Gesetzeslücken gefunden, wie man auch ohne 2-jährigen Daueraufenthalt einen Peru-Pass bekommt, der übrigens auch Steuerfreiheit einschließt. Man muss nur einmal für ein bis zwei Wochen nach Peru kommen, um den Prozess zu starten, dann kann man das Land bereits mit dem Mercosur-Ausweis verlassen und den Reisepass nach zwei Jahren abholen.

Und im Gegensatz zu anderen Zweitpass-Programmen muss man den vollen Betrag nicht sofort im Voraus zahlen, sondern nur die erste Hälfte (!). Die restlichen 15.000 USD werden bei Abholung nach zwei Jahren fällig. Viele weitere Details auf Christophs Blog.

Übrigens:
Als Deutscher dürfen Sie seit 1.1.2000 grundsätzlich legal eine zweite Staatsbürgerschaft führen. Allerdings muss man einen so genannten Beibehaltungsantrag stellen.

Infoquelle
Eine sehr gute Quelle mit Informationen bezüglich Visa, Staatsbürgerschaft und Aufenthaltsgenehmigung sind die Webseiten passportindex.org sowie passports.io


Prominente, die den Pass wechselten
  • Rockröhre Tina Turner tauschte  2013 ihren amerikanischen Pass gegen einen schweizerischen wegen der strengeren Besteuerung von im Ausland lebenden Amerikanern.
  • Im selben Jahr kehrte auch der Schauspieler Gerard Depardieu seinem Heimatland den Rücken und beantragte die russische Staatsbürgerschaft, einerseits wegen seiner angeblichen Bewunderung für Putin, andererseits auch wegen der neu eingeführten Reichensteuer in Frankreich.
  • Arnold Schwarzenegger verließ 1968 Österreich und ging in die USA, wo er erst als Bodybuilder Karriere machte und dann als Schauspieler. Nachdem er 1983 US-Bürger wurde, konnte er auch 2003 seine dritte Karriere als Politiker und Gouverneur von Kalifornien starten.
  • Bis 2008 war Gong Li die beliebteste Schauspielerin Chinas, die auch in Hollywood Erfolge feierte. Doch dann gab sie ihren chinesischen Pass zurück, um Singapurerin zu werden. Das nahm man ihr in China, wo grundsätzlich keine doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt ist, sehr über und schloss sie aus allen Verbänden etc. aus.
  • 2015 besiegte Katar bei der Handball-Weltmeisterschaft im eigenen Land überraschend Deutschland und wurde letztlich sogar Vize-Weltmeister. Doch nur vier der 16 Spieler waren Einheimische, der Rest wurde aus aller Welt im Schnellverfahren eingebürgert. Für die Handballer hat es sich gelohnt, denn jeder Spieler bekam 100.000 Euro Prämie – für jeden Sieg...
Sonstiges
Die damals zuständige EU-Kommissarin, Vera Jourova, wollte die Vergabepraxis von acht EU-Ländern (Malta, Zypern, Österreich, Griechenland, Ungarn, Lettland, Litauen und Portugal) bezüglich Geldwäscherei und Korruption einer Prüfung unterziehen. Die Publikation war auf Ende 2018 vorgesehen, lässt aber bis heute auf sich warten.
„Wir haben nicht die Macht, diese Praktiken zu verbieten, aber wir können die Mitgliedstaaten verpflichten, hohe Vorsichts-Standards anzuwenden“, sagte Jourova gegenüber der Presse. Die Bedingungen zur Erteilung einer Staatsbürgerschaft liegen im nationalen Recht der einzelnen Staaten, der Rahmen des EU-Rechts muss jedoch eingehalten werden.
Auffällig war, dass die EU-Kommissarin in einem Gespräch mit der „Financial Times“ explizit die Sorge vor einer Flut von „schmutzigem Geld“ aus Russland erwähnte. Ein Pass von Malta oder Zypern macht einen zum EU-Bürger, damit hat man neben globaler Bewegungsfreiheit auch die Möglichkeit, sich in jedem Land der EU niederzulassen oder zu arbeiten.
Das Investment Migration Council (IMC), die Dachorganisation der Dienstleister, habe nach dem jüngsten „International Migration Outlook“ der OECD eine Reaktion der EU erwartet, sagt eine Sprecherin. Zahlreiche Länder wie Montenegro, Georgien und Kasachstan sind dabei, eigene Programme anzubieten. CIP sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden:
Griechenland und Zypern haben seit Einführung der Programme 1,5 Mrd. bzw. 6,6 Mrd. eingenommen. Vergessen werde gemäß IMC oft, dass es eine direkte Korrelation zwischen Investment-Migration und Direktinvestitionen aus dem Ausland gebe. (
Quelle: Werner Grundlehner, Neue Zürcher Zeitung)

Auf über zehn Milliarden Dollar dürften sich die Umsätze der Pass-Verkäufe jährlich belaufen. Experten gehen davon aus, dass pro Jahr ca. 14.000 Pässe verkauft werden.

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