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Party mal anders feiern


Ich muss zugeben, Weihnachten interessiert mich kaum noch. Denn so, wie ich es aus meiner Kindheit kannte, existiert es nicht mehr. Der Kommerz hat aus einem besinnlichen Fest eine Kauf- und Fress-Orgie gemacht. Rund um Weihnachten wird gefeiert und da habe ich mich gefragt, welche Optionen hat da ein Knauserer, Party zu machen. Ein paar spannende Antworten habe ich gefunden:

A) DIE WICHTELPARTY
Man plant eine Party mit Freunden – vielleicht auch eine Geburtstagsparty. Natürlich bringt jeder ein Geschenk mit. Bei der Wichtelparty macht man im Vorhinein aus, dass man das Geschenk durch eine Speise für das Partybuffet ersetzt.

Finde ich sehr entspannt und man hat ein buntes Buffet.

Es lohnt sich aber sicher eine "Überschrift" auszugeben, sonst kommen eventuell zu viele Salate zusammen oder ähnliches.

In den USA heißt es auch pot luck party.

Ich kenne sogar Menschen, die haben ihre Hochzeit so gestaltet. Und es war anscheinend ein fabulöses Fest.
Eine Variante dazu - und die ist auch spannend - ist das Steinsuppenfest: Kennst du die alte Sage, in der ein Dorf zusammentrifft, um aus einer Kieselsteinsuppe eine bekömmliche Mahlzeit zuzubereiten?

Bitte jeden Teilnehmer darum, eine Zutat mitzubringen, um dann in gemeinsamer Arbeit ein Rezept zuzubereiten.

Die Früchte getaner Arbeit werden anschließend zusammen verspeist oder gar verkauft.

Und wenn man die Steinsuppe weiterdenkt, dann kann man ja die Sache in Richtung Kunst verlagern und jeder
bringt eine "Einlage" mit und daraus wird ein bunter Abend.

B) RUDI
„Ihr kennt Rudi noch nicht - oder auch RUnning Dinner?

Im englischen Sprachraum gilt die Grundregel „jeder Gang an einem anderen Ort“. Dazu werden Teams aus zwei Personen gebildet. Entweder können sich diese Teams selbst bilden oder sie werden ausgelost.

Jedem Team wird ein Gang zugewiesen, entweder Vor-, Haupt- oder Nachspeise.

Seinen eigenen Gang kocht das Team zu Hause, wobei zwei andere Teams zum Essen zu Gast sind. Für die anderen beiden Gänge ist das Team nun selbst bei anderen zu Gast.

Auf den Ortswechsel zu jedem Gang zielt der Begriff running ab. Auf diese Weise treffen sich bei jedem Gang sechs Personen, die einander in der Regel fremd sind und sich im kleinen Rahmen beim Essen kennen lernen können."

Eher keine Party, aber eine exzellente Gelegenheit, sich untereinander bekannt zu machen. Aber das Konzept finde ich sensationell.

C) CAFE SOSPESO
Gut, Party ist das jetzt keine, aber die Idee ist nett:

Der Cafe sospeso (dt. schwebender Kaffee oder aufgeschobener Kaffee) ist eine lokale Besonderheit der neapolitanischen Kultur. Seit der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert etablierte sich in vielen Bars der Stadt der Brauch, außer dem eigenen Kaffee auch einen weiteren Kaffee zu bezahlen.

Dieser Kaffee wird vom Barista notiert und auf Nachfrage an einen Bedürftigen ausgeschenkt.

D) GLOBO-DINNER
Jetzt wird es moralisch - kann aber auch sehr viel Spaß machen.

Stell dir vor, die Partygäste repräsentieren die Welt und die Ernährung der Partygäste ebenso.

14 % bekommen ein dreigängiges Menü - also richtig was Leckeres zum Überfressen.
35 % bekommen eine Reismahlzeit, von der sie satt werden.
51 % bekommen eine kleine Schale Maisbrei von der sie nicht satt werden.

Danach werden die Erfahrungen diskutiert!
Quelle: Der Knauserer

© Copyright: Roland Benn / BIG BENN BOOKS




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