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Was ist eine Goldleihe?


Es gibt seriöse Edelmetallhändler, die sich von ihren Kunden Gold und andere Edelmetalle leihen. Warum tun sie das und ist das empfehlenswert?

Diese historisch einmaligen Mini- und Nullzins-Zeiten führen zu zwei Konsequenzen: Anleger und Sparer haben immer weniger Möglichkeiten, vernünftige Renditen für ihr Kapital zu bekommen, die die Inflationsrate übertrifft (liegt die Rendite nämlich unter dieser, verliert das Ersparte immer mehr an Kaufkraft).

Andererseits müssen Darlehensnehmer trotz der niedrigen Sparzinsen für Kredite immer noch vergleichsweise hohe Zinsen bei den Banken zahlen. Edelmetallhändler haben aber immer einen großen Bedarf, um ihre großen Handelsaktivitäten zu finanzieren.

Vor diesem Hintergrund machen Edelmetallhändler ein interessantes Angebot, das für beide Seiten vorteilhaft zu sein scheint:
Sie bieten ihren Kunden die Möglichkeit, deren Gold, Silber und andere Edelmetalle an sie, die Händler, zu verleihen. Für die Ausleihe zahlen sie 2,5 Prozent Zinsen – also deutlich weniger als für Geld, das sie sich von Banken leihen.

Für Anleger scheint das Angebot attraktiv zu sein, denn selbst 2,5 % Rendite p.a. sind heutzutage nicht mehr leicht zu bekommen. Zudem werden die Metalle kostenlos eingelagert und gegen Diebstahl versichert.

Ein dritter Vorteil ist, dass der Besitzer des Edelmetalls, wenn er es denn eines Tages an den Edelmetallhändler verkaufen möchte, einen viel besseren Preis bekommt, weil keine aufwändige Prüfung auf Echtheit und Qualität mehr stattfinden muss.

Also ist eine Goldleihe ein guter Deal?
Es scheint so, doch es sozusagen nicht alles Gold, was glänzt. Einen wichtigen Punkt übersehen nämlich diejenigen Edelmetall-Eigentümer, die solch ein Angebot wahrnehmen:

Wenn man Gold, Silber & Co. an einen Händler verleiht, geht dieser Sachwert in seinen Handelsbestand über und kann im Falle einer Insolvenz liquidiert werden. Bei der Lagerung der Edelmetalle in einem Zollfreilager dagegen sind sie so genanntes Sondervermögen und gehen somit niemals in die Konkursmasse ein.

Und außerdem: Mit Gold etc. will man sich ja gegen Geldentwertung und Währungskrisen absichern. Papiergeld-Währungen können für ungültig erklärt und durch neue ersetzt werden (wie das schon hunderte Male in der Geschichte passiert ist, siehe die lange Liste der Staatsbankrotte). Gold ist jedoch ein Wertspeicher, der seinen Wert seit über 3.000 Jahren auch nach einem Finanzkollaps immer beibehält. Anschauliches Beispiel:

Gold hat im Laufe der Geschichte zwar unterschiedlichen Wert in Geldwährungen gehabt, aber der tatsächliche Wert des Goldes ist immer gleichgeblieben. Der Unterschied in Geldwährungen liegt daran, dass diese Währungen ständig an Wert verlieren.
Im Jahr 1935, als eine Unze Gold einen Wert von $ 35 hatte, konnte man dafür folgende Dinge kaufen:
  • einen qualitativ hochwertigen maßgeschneiderten Anzug für $ 19,75 - oder 0,56 Unzen Gold
  • ein Familienauto für $ 500 - oder 14,3 Unzen Gold
  • ein Haus für $ 7.150 - oder 204,2 Unzen Gold
Was würden Sie heute dafür bekommen? Bei einem Goldwert von ca. $ 1.600 pro Unze:
  • einen qualitativ hochwertigen, maßgeschneiderten Anzug gäbe es für $ 895 - oder 0,56 Unzen Gold
  • ein Familienauto könnten Sie kaufen für $ 22.800 - oder 14,3 Unzen Gold
  • ein Haus könnte man für 326.700 $ - oder 204,6 Unzen Gold kaufen
Wie man deutlich sehen kann, bleiben die Preise für diese Produkte nahezu gleich, wenn in Gold statt Papier bezahlt würde. Allein auf dieser Grundlage sehen wir, dass es vernünftig ist, physisches Gold zu besitzen (und es nicht zu verleihen).

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