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EU-Bürokratie:
Der Irrsinn nimmt weiter seinen Lauf



Sie wollen die Freiheiten der EU nutzen und als Pendler im Ausland einen Job annehmen, als Handwerker einen Auftrag ausführen oder als Techniker eines Herstellers bei einem Auslandskunden ein Gerät reparieren?

Wenn Sie glauben, da fahren Sie einfach hin und machen Ihren Job, dann haben Sie sich gründlich geirrt – die Bürokraten in Brüssel schlagen wieder zu:

Bereits seit 2010 gibt es das AI-Formular, aber jetzt werde es scharf kontrolliert.

Wahnsinn schreibt sogar der Stern und legt sich mit den Behörden an. Denn auch Journalisten sind von dem Schwachsinn betroffen, und Stern-Reporter stehen ja zusammen mit denen von Bild am Sonntag besonders im Ruf, dass sie lieber recherchieren, wo eine schöne Reise damit verbunden ist. Das dürfen Sie gerne weiter tun – aber spontane Reisen sind nicht mehr drin.

Wenn also im Nachbarland ein Attentat passiert – oder wenn in einer Klinik ein medizinisches Gerät ausfällt – dann können die Journalisten von Stern oder Bild bzw. der Techniker aus der Siemens-Zentrale erst nach vier Tagen anreisen.

Bei jedem Aufenthalt im EU-Ausland, auch bei kurzer Dienstreise, ist jetzt die AI-Bescheinigung zum Nachweis der Gültigkeit deutscher Vorschriften der Sozialversicherung nötig. Der Wisch ist mitzuführen, er kann vom Zoll kontrolliert werden, ohne gibt es Bußgelder. Die Ausstellung dauert drei bis vier Tage.

Also… egal, was irgendwo in der EU passiert, zuerst müssen Sie den AI-Antrag ausfüllen, bei der Krankenkasse einreichen, und drei Tage später dürfen Sie vielleicht losfahren.

Vier Seiten, fünf Abschnitte, Fragen zu Arbeitgeber und Arbeitnehmer und wer warum wohin reist.

Einzige Lösung, falls in Ihrem Fall möglich: Sagen Sie keinem, dass Sie beruflich unterwegs sind…
Quelle: Leben im Ausland, März 2019

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