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Die Sache mit dem 29. Februar oder: Wissenswertes über die Jahresanfänge im Laufe der Geschichte

Ein Tag mehr Arbeit in diesem Jahr. 2024 ist ein Schaltjahr. Damit wir uns wieder einmal einigermaßen dem natürlichen Sonnenjahr anpassen. Der Einfachheit halber wird der Schalttag dem letzten Tag des letzten Monats hinzugefügt (obwohl es historisch der 23. Februar war, danach gab es den 24. Februar zweimal!).

Der 29. Februar (Februarius) beendet das Jahr. Am 1. März beginnt also das Neue Jahr.* (bei den alten Römern)

Der Jüdische Kalender beginnt im Jahre 3761 v.Chr. Exakt um 23:11:20, als Gott laut Genesis sprach: «Es werde Licht, und es wurde Licht». Wir schreiben also jetzt das Jahr 5784 seit der biblischen Erschaffung der Welt. Allerdings braucht dieser «Mondkalender» gelegentliche Anpassungen an die Realität der Sonnenumkreisung unserer Erde.

Nach der Gründung des Staates Israel ist auch der gregorianische Kalender ein offizieller Kalender in Israel. Der 1. Januar 2024 wurde jedoch so geschrieben: 01/01/24. Warum? Unsere Monatsnamen stammen teilweise noch von römischen Göttern. Daran will man im monotheistischen Judentum nicht erinnert werden. Erst recht nicht an die Jahreszählung nach Christi Geburt.

In Rom wurde der damalige julianische Kalender im Jahre 46 v.Chr. eingeführt. Wichtig für den Frühlingsanfang war der erste Frühlingsvollmond.

Seit Gaius Iulius Caesar hat sich der Frühlingsanfang jedoch effektiv vom 23. März bis auf den 21. März (im 4. Jahrhundert) verschoben. Der «Erfolg» war der neue somit korrigierte gregorianische Kalender, der den Frühlingsanfang auf den 21. März festlegte. Aber das ging nicht ohne «Holperstein»: So sprang der 10. Februar 1750 auf den 21. Februar 1751.

Doch damit nicht genug: Eigentlich ist ja der 1. März der Jahresanfang (bei den alten Römern). Wie es noch die Namen sagen:
September eigentlich der 7. (und nicht der 9.) Monat,
Oktober der 8. (und nicht der 10.) Monat,
November der 9. (und nicht der 11.) Monat,
Dezember der 10. (und nicht der 12.) Monat.
Das stimmt ja nur, wenn das Jahr am 1. März beginnt. «Alte Lateiner» wissen das. Aber wird das heute noch in der Schule gelehrt?

Aber der Jahresanfang war nicht immer der 1. März. Im Mittelalter wurde der Jahresanfang an verschiedenen christlichen Feiertagen gefeiert, z.B. zu Weihnachten oder zu Ostern. Es kommt also oft darauf an, worauf der christliche Glaube den Akzent setzt…

Schluss damit:
Der Jahresbeginn wird auf den 1. Januar verschoben. Natürlich ist es die zeitliche Nähe zum Fest Christi Geburt. Für die «Ungläubigen» wegen der Wintersonnenwende. Klar, man kannte damals nur die Nordhalbkugel!

Und wer war dafür verantwortlich?
Der Vatikan, der den Neujahrstag am 1. Januar 1583 «amtlich» einführte. Aber nicht sofort in aller Welt. Frankreich schaffte den gregorianischen Kalender erst am 23. November 1793 ab. In der Schweiz machten zunächst die protestantischen Kantone nicht mit. Sie wollten sich vom Papst nicht bevormunden lassen…

Und heute:
Überall auf dem Globus gilt der Kalender nach der päpstlichen Bulle «Inter gravissimas curas» vom 24. Februar 1582. Wir schreiben also das Jahr 2024 nach Christi Geburt.

War es vatikanische Diplomatie oder gar der Heilige Geist, der unsere Zeitrechnung weltweit zum Durchbruch führte? Jedenfalls eine Marketingleistung der Spitzenklasse!

Geschrieben am 29. Februar 2024 von Hans-Peter Holbach (Holbach News - das beste aus über 500 Newslettern)

* Wer die Sache mit den Schaltjahren kinderleicht erklärt haben möchte, kann gerne den Bericht von Nicole Röndigs in der aktuellen Ausgabe von GEOlino lesen:
https://www.geo.de/geolino/mensch/schaltjahr-24--der-29--februar-30169516.html





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© Copyright: Holbach News / Roland Benn, BIG BENN BOOKS

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