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Der Patient als Ware


Vielleicht ahnen Sie es schon lange: Sie als Patient sind eine höchst lukrative Ware. Das ist im Prinzip nichts Neues – nur die Dimensionen haben sich verschoben…

Leserkommentar aus René Gräbers Blog (den äußerst interessanten Artikel können Sie hier
komplett lesen):

Noch sehr frisch aus einer kardiologischen Untersuchung im Nov. 2018: Als korr. Herzpatient war ich im Mai bei einem neuen Kardiologen. Eine Stunde Herzsono, 3D in Farbe. Alle Fehler erkannt. August Stressbelastungs-EKG, alles im grünen Bereich trotz zweier zu großen Herzkammern, 100% Sauerstoff, Klappen arbeiten sehr gut und schließen, Herzwandverdickung unverändert bei 26 mm. Dennoch grünes Licht – voll belastbar.

Am 18. November dann Endgespräch und Kontrolle. Noch bevor er anfing mit der Untersuchung, meinte er, ich müsse ins MRT.
Auf die Frage wieso, bekam ich keine Antwort. Sofort kam die Frage, welche Medi ich nehme.
Ich sagte KEINE. Ab da war es vorbei. Nur noch Laut, Streitgespräch und dass ich andere Mittel nehme, interessiert ihn nicht. Plötzlich war ich Patient 3. Klasse und keine Info mehr.

Herz mit Ultraschall abgefahren. Fertig. Nix weiter. Auf die erneute Frage zum MRT meinte er, es hätte sich erübrigt, da ich ja Medikamente ablehne, dann lohnt sich das eh nicht.

Ich sagte ihm, dass ich in 2017 zwei Mal Kontrastmittel innerhalb von 6 Wochen hatte, und heute noch meine Leber mit der Entgiftung zu tun hat. Ist er nicht darauf eingegangen. Nur, ich müsse Herzmedi nehmen. Ich erklärte ihm, dass mein Bruder auch mit 2 Stents jetzt wieder zwei bekommen hat und brav seine Medi schluckt. Volles Programm. Wozu also Betablocker, ASS100 und Blutverdünner, wenn sie doch sich wieder dichtsetzen und Thromben bilden.

Er kenne ja seine Lebensweise nicht. Aha, sagte ich, aber sie kennen meine. Sportlich, ernährungsbewusst, Nichtraucher und kein Alkohol. 71 kg bei 173 cm. Bin im Sommer 10 km jeden Tag gefahren. Da meinte er, das sei scheiße und viel zu wenig. Ich denke, er wollte mit dem MRT sich seine neue Praxis finanzieren, in die er demnächst umzieht (am Krankenhaus angeschlossen, kann er gleich die OP durchführen).

Das MRT bescherte mir 2017 einen Leberwert von 300. Einen Tag vor den Stents war er noch bei 46. Jetzt ist er mit Mariendistel und Löwenzahnextrakt nach 3 Monaten auf 131 gesunken. Zusätzlich nehme ich seit wenigen Wochen Zeolith. Ich glaube aber, der Kardiologe schmeißt mich wieder raus. Es geht nur noch ums Geschäft. Ich fühle mich echt als Ware mutiert.

Was bringt den Doktor um sein Brot?
Die Gesundheit und der Tod.
Drum hält er uns, auf dass er lebe,
zwischen beiden in der Schwebe.
(Eugen Roth)

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