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Die Geschichte von den zwei Hunden


Diese Geschichte handelt von zwei Hunden, die kaum unterschiedlicher sein
könnten. Anton hat dunkles Fell und ist furchtbar ängstlich. Oskar hingegen hat ein helles Fell und ist Optimist durch und durch.

Der schwarzhaarige Anton war im ganzen Dorf als Angsthase bekannt. Schon als Welpe hatte er sich vor anderen Hunden gefürchtet. Sogar vor Insekten hatte er Angst. Immer wenn sie ihm zu nahe kam, wurde er bissig.

Doch eines Tages verspürte Anton Abenteuerlust und lief in die Berge. Da kam er an einen Felsen, aus dem ein kühler Luftzug strömte. Er folgte dem Luftzug und stieß auf ein Loch im Felsen.

Vorsichtig prüfte er die Luft nach gefährlichen Gerüchen. Lange zögerte er, doch es roch nur nach Berg und Wald, also kroch er hinein. Die Höhle war ganz dunkel, doch da, wo der Gang nach rechts abzweigte, leuchtete ein helles Licht. Er lief zu dem Licht und befand sich mit einem Mal in einer großen Halle, in die durch ein Loch die Sonne fiel.

Aber in der Höhle standen wohl an die einhundert schwarze Hunde, alle so groß wie er. Sie stellten die Ohren auf und zeigten die Zähne, dann begannen sie zu knurren und zu bellen. Anton zog den Schwanz ein und rannte, so schnell er konnte aus der Höhle. Er wagte es nicht, sich umzudrehen, bis er seinen Hof erreichte.

Als er seinem besten Freund Oskar von dem Abenteuer berichtete, wurde dieser neugierig. Er fragte sich, was es wohl mit dieser Höhle und den Hunden auf sich hatte? Vielleicht war dort ein Schatz verborgen? Was bewachten die Hunde?

Obwohl ihn sein Freund eindringlich warnte, beschloss er, die Höhle selbst zu sehen, denn Angst hatte er noch nie gekannt.

Da Oskar eine sehr feine Nase hat, konnte er die Spur seines Freundes riechen. Ja, er roch sogar den Unterschied zwischen der Abenteuerlust auf dem Hinweg und der Ängstlichkeit auf dem Weg zurück.

Oskar folgte seiner Neugier, bis er schließlich den Felsen fand. Er ging durch den Gang und erreichte die Höhle. Als er sie betrat, waren dort tatsächlich über einhundert Hunde, groß und stark und weiß, so wie er selbst. Doch sie blickten ihn freundlich an, mit staunendem, neugierigem Blick und wedelnden Schwänzen.

Als es dunkel wurde und Wolken aufzogen, machte sich Oskar auf den Rückweg. Er schaute die anderen Hunde noch einmal wohlwollend an, kläffte zum Abschied und wandte sich heimwärts.

Die Höhle der einhundert Spiegel aber lag wieder still da, nur die Spiegel spiegelten einander wider.

Die Moral von der Geschicht':
„Verhalte dich so, wie du sein willst und schon bald wirst du so sein, wie du dich verhältst.“

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© Copyright: Roland Benn / BIG BENN BOOKS


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