Wie sich Angreifer heimlich in Ihr WhatsApp hacken und warum Ralf Schmitz vor der neuen Welle der Cyberkriminalität warnt.
Die digitale Welt wird immer gefährlicher: Während Nutzerinnen und
Nutzer täglich Millionen von Nachrichten über WhatsApp verschicken,
nutzen Cyberkriminelle eine neue, perfide Methode, um sich unbemerkt
Zugang zu fremden Accounts zu verschaffen. Das sogenannte „Ghost
Pairing“ ist eine der aktuellsten Bedrohungen, vor der
IT-Sicherheitsexperten wie Ralf Schmitz dringend warnen. Der renommierte
Ethical-Hacker, bekannt für seine Live-Hacking-Vorträge
und seine langjährige Erfahrung im Kampf gegen Cyberkriminalität,
betont: „Die Angriffe werden immer raffinierter – und jeder kann zum
Opfer werden.“
Was ist Ghost Pairing und wie funktioniert der Angriff?
Beim Ghost Pairing handelt es sich um eine manipulierte Bluetooth-
oder WLAN-Verbindung, die es Angreifern ermöglicht, sich heimlich mit
dem Smartphone eines Opfers zu verbinden. Die Täter nutzen dabei
Sicherheitslücken in der Pairing-Funktion von Geräten aus. Sobald die
Verbindung steht, können sie nicht nur Nachrichten mitlesen, sondern
auch selbst Nachrichten versenden, Kontakte ausspähen oder sogar die
Kontrolle über den Account übernehmen. Besonders tückisch: Das Opfer
bemerkt oft nichts von dem Angriff, da keine sichtbare Benachrichtigung
erscheint.
„Die Methode ist besonders gefährlich, weil sie auf menschliche
Unachtsamkeit setzt“, erklärt Ralf Schmitz. „Viele Nutzer klicken
einfach auf ‚Verbinden‘, wenn eine Pairing-Anfrage kommt – ohne zu
hinterfragen, wer oder was sich da eigentlich anmeldet.“ Schmitz, der
regelmäßig für Banken, Versicherungen und DAX-Unternehmen als
IT-Sicherheitsberater tätig ist, warnt vor den Folgen: „Einmal im
System, können die Angreifer nicht nur private Daten stehlen, sondern
auch Identitätsdiebstahl begehen oder Erpressungssoftware verbreiten.“
Aktuelle Bedrohungslage: Warum WhatsApp im Fokus steht
WhatsApp ist mit über zwei Milliarden Nutzern weltweit ein lukratives
Ziel für Cyberkriminelle. Die Plattform wird nicht nur für private
Kommunikation, sondern zunehmend auch für geschäftliche Absprachen
genutzt – und damit für Angreifer noch interessanter. „Die Zahl der
Cyberangriffe, insbesondere auf Messenger-Dienste, hat in den letzten
Jahren stark zugenommen“, so Schmitz. „Besonders besorgniserregend ist,
dass viele Nutzer immer noch zu leichtgläubig sind und auf vermeintlich
harmlose Anfragen hereinfallen.“
Laut dem aktuellen „Bundeslagebild Cybercrime“ wurden 2025 so viele
Fälle von Cyberkriminalität registriert wie nie zuvor. Die Deutsche
Polizei und IT-Sicherheitsbehörden schlagen Alarm: „Die Bedrohungslage
ist anhaltend hoch – und wird durch neue Techniken wie Ghost Pairing
noch komplexer“, heißt es in dem Bericht. Ralf Schmitz bestätigt diese
Einschätzung: „Die Angreifer nutzen jede Schwachstelle aus. Ob veraltete
Software, fehlende Multi-Faktor-Authentifizierung oder einfach nur
Unwissenheit – die Einfallstore sind vielfältig.“
Ralf Schmitz: „Jeder kann sich schützen – wenn er weiß, wie“
Doch es gibt Hoffnung: Mit einfachen Maßnahmen kann jeder Nutzer das
Risiko eines Ghost-Pairing-Angriffs deutlich reduzieren. Ralf Schmitz
gibt konkrete Ratschläge:
- Misstrauen ist der beste Schutz: „Klicken Sie nie
einfach auf ‚Verbinden‘, wenn eine Pairing-Anfrage kommt. Fragen Sie
sich: Kenne ich dieses Gerät? Habe ich diese Verbindung angefordert?“
- Regelmäßige Updates: „Halten Sie Ihr Betriebssystem
und alle Apps immer auf dem neuesten Stand. Viele Sicherheitslücken
werden durch Updates geschlossen.“
- Multi-Faktor-Authentifizierung: „Aktivieren
Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei WhatsApp. Das macht es
Angreifern deutlich schwerer, Ihr Konto zu übernehmen.“
- Sensibilisierung: „Informieren Sie sich über aktuelle Betrugsmaschen. Wissen ist die beste Waffe gegen Cyberkriminalität.“
Schmitz betont, dass die Bedrohung durch KI-gestützte Angriffe weiter
zunimmt: „Hacker nutzen mittlerweile künstliche Intelligenz, um ihre
Angriffe zu automatisieren und zu perfektionieren. Das macht die Abwehr
noch schwieriger – aber nicht unmöglich.“
Live-Hacking zeigt: Wie einfach Angriffe funktionieren
In seinen Live-Hacking-Vorträgen demonstriert Ralf Schmitz
regelmäßig, wie schnell und einfach selbst vermeintlich sichere Systeme
geknackt werden können. „Ich zeige den Zuschauern, wie Angreifer
vorgehen – und wie man sich dagegen wehren kann“, erklärt er. „Viele
sind schockiert, wenn sie sehen, wie einfach es ist, an ihre Daten zu
kommen.“ Doch Schmitz‘ Botschaft ist klar: „Es ist nie zu spät, sich zu
schützen. Jeder kann lernen, die richtigen Fragen zu stellen und die
richtigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.“
Fazit: Ghost Pairing ist real – aber nicht unbesiegbar
Die Gefahr durch Ghost Pairing und andere Cyberangriffe ist real und
wächst stetig. Doch mit dem richtigen Wissen und den passenden
Schutzmaßnahmen kann jeder Nutzer das Risiko minimieren. Ralf Schmitz
appelliert an die Eigenverantwortung: „Cybersicherheit ist kein
Hexenwerk. Es geht darum, wachsam zu sein, sich zu informieren und die
verfügbaren Schutzmechanismen zu nutzen.“
Wer mehr über die aktuellen Bedrohungen und Schutzmöglichkeiten
erfahren möchte, kann Ralf Schmitz bei seinen Live-Vorträgen erleben
oder sich auf den Websites der Sparkasse und Volksbank über aktuelle
Warnungen informieren. „Die beste Verteidigung ist eine informierte
Gemeinschaft“, so Schmitz. „Gemeinsam können wir die Cyberkriminellen
das Fürchten lehren.“