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Schwarze Schafe auf Amazon Marketplace - wie sie zu erkennen sind

Schwarze Schafe auf Amazon Marketplace – Wie sie vorgehen und woran Sie sie erkennen.

Amazon ist der weltweit größte Online-Bestellshop. Doch die Auswahl ist auch deswegen so gigantisch, weil der Internet-Riese nicht nur Waren im eigenen Namen anbietet, sondern auch Tausenden Händlern ermöglicht, ihre Angebote zu veröffentlichen. Dies geschieht auf dem sogenannten Amazon Marketplace. Das ist eine zweite Plattform, die in der Amazon-Plattform integriert ist und die sich auf den ersten Blick kaum unterscheidet.

Amazon konkurriert also mit einer Vielzahl von Händlern, was eigentlich widersprüchlich zu sein scheint, aber dennoch in der Praxis gut funktioniert, zumal Amazon auch an den Händlerangeboten mitverdient.

Während die Angebote auf Amazon selbst die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, Zahlungsabwicklung, Auslieferung, Rückgabe/Umtausch und Rückerstattung einwandfrei funktionieren, ist die Situation auf Marketplace bisweilen etwas anders.

Bei den Suchergebnissen für einen Artikel bekommt man eine Auflistung, die sowohl Amazon-eigene als auch fremde Händlerangebote enthält. Dabei ist das Amazon-Angebot oft nicht das günstigste, weil externe Anbieter auch gebrauchte, reimportierte und wieder instandgesetzte Artikel anbieten. Viele Käufer greifen natürlich gerne bei günstigeren Angeboten zu, wobei sich das Billigangebot hinterher manchmal als teuer erweisen kann.

Wer ein Produkt von einem Marketplace-Händler erwerben will, sollte die Beschreibung gut lesen, um beim Erhalt der Ware später keine Enttäuschung zu erleben:

  • Handelt es sich um eine gebrauchte Ware, ein Vorführgerät oder sog. Refurbished Ware (reparierte Ware aus Kundenumtausch)? Der Händler ist verpflichtet, darauf hinzuweisen.
  • Handelt es sich um eine Reimport-Ware oder um Ware aus einem anderen EU-Land? Hier gelten die Garantieleistungen des Herstellers oftmals nicht. Zwar hat man gegenüber dem Händler Gewährleistungsansprüche, aber diese sind schlechter als eine Hersteller-Garantie.
  • Handelt es sich nur um ein baugleiches Gerät? Baugleiche Geräte sind nicht gleichzusetzen mit Originalgeräten. Hier können sich die Funktionen unterscheiden. Oft fehlt dieser Hinweis.
  • Gibt der Händler wie gesetzlich vorgeschrieben seine vollständige Hausanschrift an? Reine Postfachadressen und Handynummern sollten Sie vorsichtig werden lassen.

Die eine Gefahr auf Marketplace droht von Händlern, die Produktbeschreibungen unvollständig, irreführend oder missverständlich formulieren. Die andere Gefahr droht von Anbietern, die es von vornherein darauf abgesehen haben, nur das Geld zu kassieren und keine Ware zu liefern.

So erkennen Sie die Betrüger:

  • Der Preis ist ganz erheblich günstiger als bei den Mitbewerbern (oft nur ein Drittel oder ein Viertel des normalen Preises). Das kommt speziell bei ansonsten hochpreisigen Technikwaren vor, die aktuell im Trend liegen.
  • Es liegen keine Bewertungen von früheren Kunden vor.
  • Der Anbietername besteht nur aus einer Emailadresse (diese kann schnell ausgetauscht werden und das Spiel beginnt wieder von vorne, denn jeder kann relativ leicht – und in den ersten 3 Monaten sogar kostenlos – auf Marketplace Angebote einstellen).
  • Der Händler gibt nur eine Handynummer an. Falls es sich zudem um eine Prepaidkarte handelt, lässt er sich überhaupt nicht namentlich ermitteln.
  • Wenn Sie auf den „Kaufen“-Button klicken, erfolgt eine Fehlermeldung.
  • Die Absicht für die Fehlermeldung ist, den Kunden von der sicheren Plattform zu locken, um die Zahlungsüberwachung durch Amazon zu umgehen. Denn auch bei Bestellungen im Marketplace erfolgt die Abwicklung der Zahlung (die auch eine Geld-zurück-Garantie enthält) über Amazon. Um das zu vermeiden, versuchen Betrüger, potenzielle Kunden zur direkten Überweisung zu veranlassen. Dazu versenden sie gefälschte Auftragsbestätigungen, die in der Regel dazu auffordern, auf ein ausländisches Konto zu überweisen (was ein  weiteres Verdachtsmerkmal ist).
  • Händler mit Betrugsabsicht fragen nach Name und Adresse des Kunden. Bei Abwicklung durch Marketplace würden sie die Daten an Amazon geliefert bekommen.

Möglicherweise möchten Sie nach all dem Gelesenen den Amazon Marketplace meiden wollen, doch leider lässt er sich auf der Plattform selbst nicht ausschalten.

Es gibt aber jetzt eine Spezial-Suchmaschine, die bei der Amazon-Suche alle Drittanbieter-Angebote ausblendet. Es ist: http://www.nomarketplace.com/

Sie lässt sich in die Browser Firefox, Explorer und Opera leicht einbinden. Bei Bedarf können Marketplace-Angebote wieder eingeblendet werden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass man sich die Preisentwicklung der letzten 100 Tage für das gesuchte Produkt anzeigen lassen kann.

© Copyright: Roland Benn
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