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Wer gewerbsmäßig
die meisten Kryptocoins stiehlt



Für westliche und fernöstliche Geheimdienste ist es inzwischen klar und erhärtet: Die großen Raubzüge auf Kryptowährungen – Milliarden an Dollars wurden so in den letzten Monaten entwendet – sind auf Nordkorea zurückzuführen. Alle brauchbaren Spuren führen dorthin!

Die dortigen Armee- und Regierungshacker haben inzwischen einen hohen Grad an Wissen und Perfektion im Eindringen in geschützte Zentren erreicht. „Die sogar analoge westliche Dienste und die Koryphäen im Silicon Valley vor Neid, aber auch vor Bewunderung erblassen lassen“…

Schätzungen gehen dahin, dass es sich direkt und indirekt um eine Beute in zweistelliger Milliardenhöhe
handelt! Genug, um Nordkorea für einige Zeit finanziell über Wasser zu halten, allen Sanktionen zum
Trotz. Das größte Manko ist die Absenz von Öllieferungen nach Nordkorea. Darum wird hier mit allen
Tricks und Mitteln versucht, genügend Erdöl zu ergattern, um die nordkoreanische Wirtschaft auf Trab zu
halten. Es ist für westliche Geheimdienste, die wohl alle Tricks gewohnt sind, erstaunlich, mit welch
krimineller Energie die Nordkoreaner auf allen Gebieten der Mittel- und Materialbeschaffung „kreative“
Wege laufend erfinden und auch nutzen…

Das Vorgehen und die Hackertechnik der Nordkoreaner sind an Perfidie nicht zu überbieten! Hier die gängigste Vorgehensweise:
So bekamen Spekulanten, die mit Digitalwährungen handeln, eine Mail der amerikanischen
Bundessteuerbehörde. Im Anhang befand sich ein Dokument, das vor Internetbetrug (!) warnte.
„Falls Sie eine Mail der Bundessteuerbehörde erhalten, die ihnen verdächtig vorkommt, dann öffnen Sie
keinesfalls den Anhang.“ Zu spät! Wer das las, für den war es schon zu spät. Er war soeben selbst Opfer
eines Cyberangriffs geworden…

Die Mail kam nämlich gar nicht von der amerikanischen Bundessteuerbehörde, sondern aus den Klassenzimmern
der „Mangyŏngdae“-Revolutionsschule, die ihren geheimen Stützpunkt in der Nähe von Pjöngjang hat. Die
dort stationierten Hacker schauten sich ihr Opfer genau an. Besitzt es Kryptowährung von Wert, werden flugs
weitere Programme auf dessen Rechner geladen. So ein „Keylogger“, der alle Tastaturenanschläge aufzeichnet
und auch Passwörter ausspähen kann. Sobald der Zeitpunkt günstig ist, raubt der Hacker das Konto aus..!

Analysen zeigen: Das war nicht der einzige Angriff mit dieser Masche. Schon im vergangenen Jahr unternahm
die nordkoreanische Spezialtruppe eine Vielzahl von Raubzügen, und fast alle zielten auf Kryptowährungen. Das Motiv ist klar: Die Kurse von Bitcoin und anderen Zahlungsmitteln schossen 2017 in die Höhe, vervielfachten sich.

Die Sanktionen gegen Nordkorea haben viele, ja die meisten Einnahmequellen versiegen lassen. Der Handel mit Kohle stockt, bisher der grosse Devisenbringer. Nordkoreanische Schiffe müssen nun ihre Ladung auf Schleichwegen nach Russland oder Vietnam bringen. Sie werden auf hoher See meist nachts betankt. Diktator Kim Jong-un steckt arg in der Klemme, sein Atomprogramm kostet alleine schon Milliarden. Ebenso sein Raketenprogramm. Und dazu muss er noch seine engsten Vertrauten ständig bei Laune halten. Mit Gewalt alleine lässt sich kein Staat beherrschen. Es braucht Zuckerbrot und Peitsche…

Die jetzigen Beutezüge der Nordkoreaner lohnen sich!
Der ehemalige Chef des britischen Geheimdienstes GCHQ, Robert Peter Hannigan, geht sogar davon aus, dass es bis zu einer Milliarde Dollar sein könnte. Für ein Land, das gerade einmal zwanzig Milliarden im Jahr erwirtschaftet, ist das eine ungeheure Summe!

Und die Hacker nutzen alle Möglichkeiten, die Kryptowährungen bieten. So verschickten sie 2017 eine Flut von Betrugsmails mit massgeschneiderten Ködern und fälschten sogar Websites von Tauschbörsen. Dort sollten
Nutzer ihre Programme für den Handel mit Digitalwährungen aktualisieren. Bis ins kleinste Detail waren
die Seiten dem Original nachempfunden. Firmenlogo, Grafiken, die Ansprache an den Leser. Nur einen
einzigen Buchstaben in der Adresszeile der Website hatten die Hacker ausgetauscht. So musste vielen
Opfern entgehen, dass sie im Begriff waren, betrogen zu werden. Sie klickten auf den Link für das Update
und luden stattdessen ein nordkoreanisches Schadprogramm herunter…

Aber Pjöngjang beschränkt sich nicht auf Betrug. Seine Cyber-Leute brachen wiederholt in die virtuellen
Tauschbörsen selbst ein und stahlen dabei über Nacht Millionenbeträge. Zuletzt wandelten sie in großem
Stil Rechenleistung von Computern um in Geld. Sie spielten Schadprogramme auf die Rechner ihrer Opfer,
zwackten unbemerkt Leistung ab und schürften damit neues digitales Geld. Der gigantische Stromverbrauch
schuf binnen kürzester Zeit einen Gegenwert Tausender von Dollars. Eine wahre Geldmaschine…

Aber bei einer dieser Aktionen waren sie unvorsichtig und hinterließen eine direkte Spur nach Nordkorea.
Sie hatten einen Server infiltriert, von dem aus sie ihre Raubzüge starteten. Dabei achteten sie darauf, stets
eine gesicherte Verbindung zu diesem Computer herzustellen, also eine, die nicht erkennen lässt, in welchem
Land die Hintermänner sitzen. Doch unterlief ihnen ein kritischer Fehler! Auch auf diesem Rechner
starteten sie ein Programm, das Kryptowährungen schürfen sollte – es nahm allerdings so viel Leistung in
Anspruch, dass der gekaperte Server „einfror“. Die gesicherte Verbindung brach zusammen. Für den
Bruchteil einer Sekunde verlor einer der Hacker seine Tarnung: Seine Verbindungsdaten wiesen klar auf
die Mangyŏngdae-Revolutionsschule in Nordkorea…

Westliche Experten schätzen die Gruppe von Hackern, zusammen mit ihren Trainern und Logistikern,
auf über 5’000 Fachleute. Sie wurden zusammengelegt mit der Elitegruppe „Lazarus“, die schon lange im
Geheimen trainierte und operierte. Die neue Einheit wird unter „Büro 121“ geführt. Sie wurde schon 2009
der Spionageabteilung des nordkoreanischen Heeres unterstellt, dem „Amt für allgemeine Aufklärung“.
Dessen Befehlshaber, General Kim Jong-chol, soll beste Beziehungen zu Diktator Kim Jong-un (er ist sein
Bruder!) pflegen und die Cyberangriffe persönlich befehlen…

Überläufer haben beschrieben, dass es das Regime ernst meint mit seinen Hackern; schon in der Schule
werden Talente rausgefischt. Sie messen sich in Wettbewerben. Nur die Besten schaffen es in die
Cybereinheiten des Landes. Nicht alle ihre Mitglieder sollen dabei von Nordkorea aus operieren. Einige
dürften in Zellen in China oder sogar in Europa (!) sitzen, umgeben von Geheimdienstlern, die jeden ihrer
Schritte überwachen. So hat das Regime ein weltumspannendes Hackernetzwerk geschafft.

Nordkorea kann so mit vergleichsweise wenigen Ressourcen vernichtende Cyberangriffe befehlen. Und während im Westen Computerexperten zu den teuersten Mitarbeitern gehören dürften, kann sich die Diktatur unzählige davon leisten, solange sie nur für ihre Ausbildung sorgt. Virtuelle Vergeltungsmassnahmen, einen sogenannten
Hackback, muss sie ausserdem kaum fürchten. Was sollten Hacker dort schon anrichten? Nordkorea hat
kaum Computer mit Internetanschluss, seine Cybersoldaten haben den Status von Guerillakämpfern…

Wir haben in dieser Ausgabe des Vertraulichen uns vertieft der nordkoreanischen Hackertätigkeit gewidmet.
Weil die Gefahren weiterer „Diebstähle“ auf allen Gebieten sehr gut möglich sind. Ein englischer Fachmann: „Sie haben Appetit bekommen, wissen, dass sie dem Westen immer einen Schritt voraus sind und so weiterhin für ihr Land Milliarden scheffeln werden. Der Westen sei gewarnt, die Jungs von Büro 121 werden immer schlauer und raffinierter: learning by doing…

P.S.:
Die obigen Informationen stammen aus dem "Vertraulichen Schweizer Brief". Politik und Wirtschaft sind eng miteinander verzahnt. Da können für Sie Vorab-Informationen sehr nützlich sein. Deshalb empfehle ich Ihnen, zusätzlich zum Geldbrief den dreimal monatlich erscheinenden VSB zu lesen, regelmäßig mit Insider-Informationen aus Washington, Berlin, Brüssel, Bern und Nordkorea.

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