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Wo sind Wertsachen sicher verwahrt?


Wo sind Wertsachen sicher verwahrt? Zuhause oder im Bankschließfach? Keine einfache Frage. Die Polizei warnt, dass Diebe in einer Wohnung fast jedes Versteck finden, und ein eigener Tresor ist eine teure Angelegenheit. Viele Menschen deponieren darum zum Beispiel Schmuck oder Briefmarken- und Münzsammlungen in Bankschließfächern.

Doch auch die Sicherheit von Tresoren stößt hin und wieder an ihre Grenzen: Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen gelang es Dieben in den vergangenen Jahren, Schließfächer zu plündern. Und nicht immer ist der Inhalt von Bankschließfächern automatisch versichert. Oftmals ist auch die Haftung der Bank begrenzt. Klarheit schafft nur eine direkte Nachfrage.

Schließfachnutzern mit einer Hausratversicherung rät die HUK-COBURG zu einem Blick in ihre Policen oder zum Gespräch mit ihrem Versicherer, denn bei manchen Unternehmen lässt sich die Absicherung von Bankschließfächern in die Hausratversicherung integrieren.

Tritt der Schadenfall ein, müssen die Nutzer von Bankschließfächern vorbereitet sein. Der Gesetzgeber fordert, dass der Mieter beweist, was dort aufbewahrt wurde. Die einfachste Lösung: Eine Inventarliste versehen mit Rechnungen, Kaufbelegen und Lieferscheinen. Auch Fotos sind im Schadenfall hilfreich. (Quelle: pressrelations)

Aber wussten Sie, dass die 5. Geldwäsche-Richtlinie alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, ein zentrales Melderegister für Bankschließfächer einzurichten? Schon bis zum 10. Januar 2019 sollte die Schließung aller bisher anonymen Safes erfolgen. Außerdem muss künftig ein Bankschließfach zwingend an ein legitimiertes Bankkonto gekoppelt sein. Damit werden auch Barzahlungen für Bankschließfächer nicht mehr möglich sein. Behörden sollen künftig jederzeit auf das zentrales Melderegister zugreifen können.

Die Privatsphäre der Bürger wird also wieder ein Stück mehr eingeschränkt. Und sicherlich werden auch eines nicht allzu fernen Tages die Inhalte von Bankschließfächern erfasst werden… Seine Freiheitsrechte kann man sich zurückholen, indem man privatwirtschaftliche Anbieter von Schließfächern nutzt, weil sie bankenunabhängig sind. Doch weil diese eines Tages auch per Gesetzesänderung erfasst werden können, ist die Wahl eines Dienstleisters außerhalb der EU eine zusätzliche Sicherheit.

Schweizer Schließfächer
Wegen der Schuldenkrise und der lockeren Geldpolitik der EZB steigt die Nachfrage nach Bankschließfächern in der Schweiz seit Jahren. Besorgte Anleger verstecken hier gerne Banknoten, Goldbarren und andere Wertgegenstände. Schweizer Bankschließfächer sind auch deshalb so beliebt, weil die neuen Steuerabkommen, die die Schweiz mit vielen Ländern geschlossen hat, Schließfächer privilegieren. Schließfächer sind nicht in diesen Steuerabkommen enthalten, weil ihre Inhalte nicht als bankfähige Vermögenswerte gelten!

Bankschließfächer haben außerdem den Vorteil, dass die dort aufbewahrten Wertsachen und Gelder bei einem Konkurs der Bank verschont bleiben – im Gegensatz zu Bankguthaben auf Konten, wo der Einlagenschutz nur bis zu einer festgelegten gesetzlichen Höhe gegeben ist.

Die Mieten für bankenunabhängige, private Schließfächer sind in der Regel deutlich höher als für Bankschließfächer. Auf der anderen Seite müssen Sie kein Bankkonto haben, wofür insbesondere Ausländer höhere Kontogebühren zahlen müssen als Einheimische. Die Jahresmieten richten sich nach der Safegröße und beginnen meist um 200 CHF und können bis 500 Franken und mehr für größere Schließfächer betragen. Ob eine Inhaltsversicherung eingeschlossen ist, muss erfragt werden.

Italienische Schließfächer
Bekanntlich hat Italien schon seit eh und je Finanzprobleme. Doch nie waren sie so groß wie derzeit. Auf der Suche nach neuen Steuereinnahmen bringt Lega-Chef und Innenminister Salvini die Idee einer Sondersteuer für Geld in Bankschließfächern an die Öffentlichkeit. Den Inhabern macht er das dadurch schmackhaft, dass das in Schließfächern gehortete Geld durch eine Sondersteuer von 15 Prozent legalisiert wird und die Besitzer straffrei bleiben. Zum anderen würde mit dem Vorhaben dringend benötigtes Geld in die Staatskasse fließen. Tatsächlich sollen in den Schließfächern italienischer Banken 200 Milliarden Euro liegen. Es handelt sich dabei großenteils um Schwarzgeld, nicht erklärtes Erbschaftsgeld, gewaschenes Geld oder Geld, das auf eine Reinwaschung wartet…

Oder doch lieber zuhause?
Die Kriminalstatistiken beweisen, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche Jahr für Jahr steigt und demnächst wohl 200.000 pro Kalenderjahr erreichen wird. Die stärksten Zunahmen weisen derzeit Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg auf.
Studien belegen allerdings auch, dass fast jeder zweite Einbruchversuch wieder abgebrochen wird, wenn der Einstieg nicht schnell genug gelingt. Ein guter Einbruchschutz ist also effizient. Und Vater Staat hilft, die Kosten zu stemmen. Denn von der KfW gibt es Zuschüsse zwischen 200 und 1.500 Euro sowie günstige Kredite. Nähere Infos hier. Eine Einbruchsicherung hat aber noch einen weiteren positiven Effekt: Sie lässt Ihre Versicherungsprämie günstiger werden!

Geldverstecke, die kaum einer entdeckt
Deutschland im Jahr 2019: Einerseits nehmen die Einbrüche immer mehr zu, andererseits haben die Geldinstitute immer größere Probleme. Erst kündigten die Privatbanken an, dass es den vollen Einlagenschutz nur noch für Privatkunden gibt, dann wurde bekannt, dass die Sparkassen längst nicht so stabil sind, wie sie immer behaupten. Es bleibt dem Bürger also kaum eine andere Wahl, als einen Teil seines Geldes zuhause aufzubewahren, auch um Negativzinsen zu vermeiden. Dumm nur, wenn Einbrecher die Notfall-Reserve auch noch stehlen. Aber es gibt heutzutage ja geniale Geldverstecke. Ein paar Beispiele:
Flasche
Flasche Pepsi
Toilettenbürste
Haarbürste
Schraube
Feuerlöscher
Uhr
Kerze
Dose Ravioli
Gürtel
BH
Unterhose

Einfach ist die Lagerung von Gold
Das beste Versteck ist und bleibt der heimische Garten. Gangster haben keine Zeit zur Suche und verbringen wenig Zeit bei Ihnen. Daher gilt: Wer buddelt, hat dabei den natürlich besten Schutz. Selbst der Staat würde nichts finden. Und das kann eines Tages wichtig werden. (Quelle: Wirtschaft vertraulich, gelesen in Geldbrief)

Geldverstecke, die Einbrecher kennen
Man sollte auch wissen, dass Einbrecher im Schlafzimmer zuerst nach Geld und Wertgegenständen suchen. Danach ist das Wohnzimmer dran. Weniger frequentiert sind Kinderzimmer. Werkstatt, Garage, Keller, Garten.
Dass Kühlschränke und Gefriertruhen beliebte Verstecke sind, hat sich auch bei Einbrechern herumgesprochen. Aber nachzusehen, ob in Beuteln von tiefgefrorenem Gemüse auch Geldscheine sind, ist dann doch etwas zu zeitaufwendig. Der Spülkasten in der Toilette ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss genauso wie der Kleiderschrank oder unter der Matratze.
Intelligenter sind dagegen Verstecke, die nur der Wohnungsinhaber kennt. Dabei gilt die goldene Regel: Je länger es dauert, etwas zu verstecken, desto länger dauert es auch, es aufzufinden. Doppelte Böden in Schränken sind hier zu nennen oder Geheimfächer im Schreibtisch oder die Hausapotheke. Oder eingenäht in dicker Winterkleidung oder Plüschtieren. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nur sollte es auch nicht so kompliziert sein, dass man das Versteck vergisst…

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