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Was passiert,
wenn man auf lahme Gäule verzichtet?



Hans-Peter Holbach, Chefredakteur von Geldbrief, sagt es Ihnen:

30 Jahre DAX, der am meisten zitierte Börsenindex Deutschlands. Von wegen in Geburtstagslaune. Anlässlich des 30. Geburtstags des DAX Anfang Juli war die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett eher mau, obwohl sich der Indexstand seit seiner Erstveröffentlichung in etwa verzwölffacht hat. Über 8 Prozent durchschnittliche Jahresrendite sind zwar nicht schlecht, es geht aber besser und sogar mit weniger Schwankungen.

Warum sich die breite Masse der Anleger und der Main-Stream-Medien allerdings immer noch so stark auf die Entwicklung des DAX versteift, bleibt uns ein Rätsel. Denn weitaus attraktivere Anlegermenüs bot in den zurückliegenden 30 Jahren beispielsweise der MDAX.

Er startete vor 3 Jahrzehnten auf demselben Niveau wie der DAX, avancierte aber deutlich stärker. Über 11 Prozent Rendite konnten Anleger beispielsweise mit MDAX-Werten verdienen, gegenüber gut 8 % bei DAX-Aktien. Mittelgroße und kleinere Unternehmen haben den großen Bruder damit um Längen hinter sich gelassen.

Der Grund liegt in der wesentlich höheren Gewinndynamik von mittelgroßen Unternehmen und einer höheren Innovationskraft. Die Riesentanker wie Siemens, Daimler oder Deutsche Telekom bewegen sich allesamt in weitgehend gesättigten Märkten mit hohem Wettbewerb und überschaubaren Gewinnmargen. Ihre Aktien kommen deshalb kaum vom Fleck und bringen auch bei einer sehr langen Haltedauer (von 18 Jahren seit dem 2000er Gipfel) kaum Profite oder sogar Verluste wie die Schwergewichte Deutsche Bank, Commerzbank, Allianz. Echte Neuentwicklungen und revolutionäre Produkte kommen meist von kleineren Unternehmen mit entsprechendem Biss und familien-/eigentümergeführten Konzernlenkern.

Interessant ist übrigens, dass die Bezüge in den Vorstandsetagen der DAX-Manager deutlich schneller gestiegen sind in den vergangenen 3 Jahrzehnten als die Kurse der Aktien oder die Gehälter der Bürger.

Aktien also nur ein Spiel für die Reichen? Eindeutiges Nein.
Denn es macht durchaus Sinn, in neue Technologien und den Fortschritt zu investieren. Der Nasdaq-Index, der sich überwiegend aus Unternehmen der Hochtechnologie zusammensetzt und aus Erfolgsunternehmen wie Apple, Cisco, Amazon oder Facebook besteht, hat sich in den zurückliegenden 30 Jahren in etwa verfünfunddreißigfacht und den DAX damit deklassiert. Sie sehen also, mit Aktien kann verdient werden, wenn man auf die richtigen Pferde setzt – oder zumindest auf die lahmen Gäule verzichtet.

Auch nach dem Ende der ersten Spielhälfte 2018 an den Weltaktienbörsen zeigen einige Märkte bereits deutliche Konditionsschwächen; die Gewinnwarnungen von Unternehmen wie Daimler, Osram etc. nehmen zu. Seit Anfang Januar hat der DAX trotz der eingeflossenen Dividenden etwa 4 Prozent an Wert verloren und ist damit in etwa genauso schlecht wie die übrigen Märkte in Europa.

Schlusslicht in der Börsenhitparade des ersten Halbjahres ist aufgrund der angespannten Handelsbeziehungen mit den USA die Börse in China mit einem Minus von rund 14 Prozent. Hier haben wir die Ausverkaufsstimmung im Reich der Mitte bereits zu einem Kurseinstieg zu vertretbaren Kursen genutzt und uns im Depot Spezialempfehlungen an Chinas führendem Tourismuskonzern Ctrip.com beteiligt.

Ebenfalls Land unter hieß es im ersten Halbjahr in der Region Osteuropa. Der Gesamtindex der Region büßte etwa 14 Prozent an Wert ein. Einziger Lichtblick war der russische Aktienmarkt. Auch hier haben wir eine Kursdelle genutzt und sind in die Aktien der Sberbank eingestiegen. Unsere Geldbrief-Leserfreunde waren und sind also in einem der am besten abschneidenden Märkte investiert. Womit wir bei der Erfolgsstrategie von Geldbrief sind. Weiterlesen

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