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Die neue Flugticket-Steuer und wie man sie umgeht

Banken und Griechen haben die Kassen des Bundeshaushalts noch leerer gemacht, als sie ohnehin schon waren. Also hat die Bundesregierung rückwirkend (!) zum 01.09.2010 beschlossen, die neue Flugticket-Steuer einzuführen, mit der schon seit 01.01.11 alle Flüge von deutschen Flughäfen belastet werden.

Es gibt 3 Steuerklassen für Kurz-, Mittel und Langstreckenflüge.

  • Als Kurzstrecke gelten alle Flüge unter 2.500 Kilometer und alle Inlandsflüge.
  • Mittelstrecke sind Flüge zwischen 2.500 und 6.000 Kilometer.
  • Langstreckenflüge sind länger als 6.000 Kilometer.

Pro Passagier fallen dementsprechend folgende Steuersätze an:

  • Kurzstreckenflüge: 8 Euro
  • Mittelstreckenflüge: 25 Euro
  • Langstreckenflüge: 45 Euro

Die Steuer muss jeder Passagier bezahlen, außer Kinder unter 2 Jahren. Wenn Sie aber einen eigenen Sitzplatz haben, zahlen auch sie. Kinder über 2 Jahre zahlen nicht etwa die Hälfte, sondern wie Erwachsene den vollen Steuersatz.

Die Steuer gilt für jede Fluggesellschaft, auch für ausländische, sofern sie von einen deutschen Flughafen abfliegen.

Die Steuer gilt für jeden Flug, d.h. bei einem Inlands-Hin- und Rückflug fällt auch zwei Mal die Ticketsteuer an, da die Flughäfen in Deutschland liegen.

Startet dagegen der Rückflug von einem ausländischen Flughafen, fällt keine Steuer an. Beispiel: Wer von Frankfurt nach Berlin hin- und zurückfliegt, wird zweimal zur Kasse gebeten, wer beispielsweise von Frankfurt nach Spanien in Urlaub fliegt, nur einmal.

Laut Gesetz werden die Fluggesellschaften mit der Ticketsteuer belastet, aber Sie können davon ausgehen, dass diese die Kosten in voller Höhe an die Reisenden weitergeben. Um die o.g. Beträge werden Flüge, die von deutschen Boden ausgehen, also teurer. Vielflieger und Familien mit Kindern werden spürbar belastet.

Angeblich soll der Zweck der Flugticketsteuer der Umweltschutz sein, der Bund der Steuerzahler bezweifelt das aber. Es gibt nämlich keine Pläne, die Mehreinnahmen von rund 1 Milliarde Euro in Umweltschutzmaßnahmen zu investieren. Hier sollen die Bürger wohl wieder das riesige Haushaltsdefizit stopfen, das nicht zuletzt auch durch das bankrotte EU-Mitglied Griechenland entstanden ist. Ironie der Wirklichkeit: Griechenland-Urlauber (und andere) finanzieren also indirekt die milliardenschweren Hilfskredite mit...

Ein weiteres Ärgernis bei dieser neuen Steuer ist die Tatsache, dass es sich wieder mal um einen deutschen Alleingang handelt. Einzig die Niederlande hatten vor ein paar Jahren solch eine Abgabe eingeführt – und schnell wieder rückgängig gemacht, als es zu wirtschaftlichen Problemen kam.

Dass Deutschland das einzige Ticket-Steuer-Land ist, gibt vielen Flugpassagieren die Chance, die jetzt schon ungeliebte Steuer legal zu umgehen. Wer nämlich grenznah wohnt, den kann kein Finanzminister daran hindern, von einem ausländischen Airport abzufliegen. Und er kann es auch nicht verhindern, wenn man bei der Rückkehr gleich auf einem deutschen Flughafen landet. Der Herr Minister geht dann gänzlich leer aus. Pech gehabt!

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