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Provozierte Autounfälle:
So merken Sie, wenn etwas nicht stimmt

Es gibt eine Sorte von Autofahrern, die gerne Unfälle bauen. Weil sie damit Geld machen möchten. Teilweise geschieht das sogar bandenmäßig. Die Dummen sind die unschuldigen Autofahrer, denen Ärger und höhere Versicherungsprämien ins Haus stehen. Doch an diesen Anzeichen können Sie die kriminellen Autobumser erkennen:

Diese Schwindler mögen:

  • Leere, nächtliche Straßen
  • Gelbe Ampeln
  • Dichtes Auffahren
  • Übertriebene Höflichkeit
  • Keine neutralen Zeugen
  • Keine Polizei

Und damit haben wir schon die wenigen Zutaten, aus denen die Autobumser-Masche zusammengesetzt ist.

Masche 1: Die gelbe Ampel

Man kennt das tausendfach aus dem alltäglichen Straßenverkehr: Die Ampel ist eben erst von grün auf gelb gesprungen, aber gemäß Verkehrslage ist noch ausreichend Zeit, zügig weiterzufahren. Es ist sozusagen noch nicht „dunkelgelb“.

Haben Sie einen Autobumser vor sich, verhält er sich anders. Statt problemlos die Kreuzung zu überqueren, bremst er plötzlich stark ab, natürlich ohne Spuren zu hinterlassen. Der Hintermann hat wegen des unerwarteten Verhaltens keine Chance und fährt auf, zumal er es mit dem Sicherheitsabstand auch nicht so genau genommen hat.

Wenn das auch noch nachts passiert und weit und breit keine Zeugen zu sehen sind, hat der Auffahrende schlechte Karten. Aber die Alarmglocken sollten bei ihm läuten. Und er sollte diese Verdachtsmomente der Polizei mitteilen.

Wenn diese denn tatsächlich herbeigerufen wird. Autobumser mögen nämlich keine Polizei und versuchen, dem vermeintlichen Unfallverursacher Angst zu machen. Man gibt sich jovial und kooperationsbereit. Man könne sich doch so einigen; die Polizei würde nur ein Bußgeld verhängen, eventuell drohen Punkte in Flensburg oder sie bitte sogar zu einem Alkoholtest. Wer darauf eingeht, hat verloren - auch seinen Schadensfreiheitsrabatt. Und auf dem eigenen Schaden bleibt man auch sitzen, wenn man keine Vollkasko-Versicherung hat.

2. Masche: Dichtes Auffahren

Dichtes Auffahren spielt Autobumsern auch sonst in die Hände. Solch eine Gelegenheit lassen sie ungern vorübergehen, vor allem, wenn keine neutralen Zeugen zu befürchten sind. Entweder weil die Straße leer ist, weil es dunkel ist oder weil man alleine im Auto sitzt. Und wenn mehrere Komponenten zusammen kommen, ist das wie eine Einladung zum Blechschaden. Darum immer Sicherheitsabstand einhalten!

3. Masche: Vorfahrt abgeben

Gerne spielen diese Betrüger auch den Kavalier der Straße und räumen, obwohl sie selber die Vorfahrt haben, anderen Autofahrern mit freundlichen Gesten die Vorfahrt ein. Wird gerne bei Ortsunkundigen gemacht, was anhand des Nummernschilds leicht zu erkennen ist. Wenn keine Fremden zur Stelle sind, dann eben wieder nachts auf unbelebter Straße…

Wer die Einladung annimmt, ist der Dumme. Der Autobumser gibt dann nämlich Gas und fährt in die Seite rein. Wieder haben wir eine Unfallsituation, die anscheinend eindeutig und schwer zu widerlegen ist. Und wieder das gleiche Spiel – keine Polizei, keine Zeugen. Und wenn letztere doch auftauchen, dann sind es oft Komplizen.

Wie Sie sehen, sind die Maschen überschaubar.

Ist zudem ein älteres Auto in den Unfall verwickelt und will man partout keine Polizei einschalten, ist Misstrauen angebracht.

Stellen Sie nach dem Unfall als allererstes fest, ob es eventuell doch neutrale Zeugen gibt, die der Autobumser übersehen hat und halten Sie die Personalien fest.

Nehmen Sie das Fahrzeug des Unfallgegners in Augenschein. Weitere Blechschäden oder notdürftige Reparaturen können verdächtig sein.

Bestehen Sie darauf, dass die Polizei den Unfall aufnimmt. Teilen Sie ihr Ihren Verdacht mit, denn die Beamten sich auf solche Vorfälle geschult und können Ermittlungen aufnehmen.

Erwähnen Sie auch Ihrer Haftpflichtversicherung gegenüber die Ungereimtheiten. Die deutschen Versicherer haben eine interne Datei, mit der sie verdächtige Unfälle abgleichen. Kommen dort bestimmte Personen und Fahrzeuge mehrfach vor, können sie ganz leicht kriminelle Autobumser identifizieren.

© Copyright: Roland Benn
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